Veranstaltungen
Sommer 2022
Persönliche Orte - Videoporträts: Ort & Person
Oft prägt ein bestimmter Ort unsere Beziehung zu oder unsere Sichtweise auf eine Person. Und umgekehrt: Eine Person prägt unsere Sichtweise auf einen Ort, und lädt diesen mit einer von uns persönlich assoziierten Bedeutung auf - selbst wenn die Person vor Ort nicht körperlich anwesend ist.
Vielleicht ist es der Ort, an dem ich die Person zuletzt getroffen habe? Vielleicht ist es der Ort, an dem ich eine bestimmte Person gerne treffen möchte - eventuell auch nur im Geiste, in einer spekulativen Begegnung? Vielleicht ist es der Ort, an dem ich ein Buch oder einen Brief von der Person gelesen habe, an die ich gerade denke? Vielleicht hat die Person an diesem Ort auch sichtbare Spuren hinterlassen.
In diesem praktischen Videoworkshop geht es um Porträts: Eine abwesende Person wird durch das Videoporträt eines für sie signifikanten Ortes beschrieben. Die persönliche Beziehung zwischen Filmautor*in, porträtierter Person und Ort wird in einem kurzen Video dargestellt durch die Gestaltung der filmischen Auflösung, Kameraführung, Licht, Schnitt und die Vertonung mit vor Ort aufgezeichnetem und nachträglich hinzugefügten Tönen, Voice-overs oder Text. Zur Inspiration schauen wir Filmbeispiele von Stefanie Gaus, Jan Peters, Heinz Emigholz, Chantal Akerman u.a., in denen Ortsporträts den gedanklichen Raum für Personenporträts und persönliche Beziehungen bilden.
Vielleicht ist es der Ort, an dem ich die Person zuletzt getroffen habe? Vielleicht ist es der Ort, an dem ich eine bestimmte Person gerne treffen möchte - eventuell auch nur im Geiste, in einer spekulativen Begegnung? Vielleicht ist es der Ort, an dem ich ein Buch oder einen Brief von der Person gelesen habe, an die ich gerade denke? Vielleicht hat die Person an diesem Ort auch sichtbare Spuren hinterlassen.
In diesem praktischen Videoworkshop geht es um Porträts: Eine abwesende Person wird durch das Videoporträt eines für sie signifikanten Ortes beschrieben. Die persönliche Beziehung zwischen Filmautor*in, porträtierter Person und Ort wird in einem kurzen Video dargestellt durch die Gestaltung der filmischen Auflösung, Kameraführung, Licht, Schnitt und die Vertonung mit vor Ort aufgezeichnetem und nachträglich hinzugefügten Tönen, Voice-overs oder Text. Zur Inspiration schauen wir Filmbeispiele von Stefanie Gaus, Jan Peters, Heinz Emigholz, Chantal Akerman u.a., in denen Ortsporträts den gedanklichen Raum für Personenporträts und persönliche Beziehungen bilden.
Dozent
Isabell Spengler
Termin
Mo. 10-16, 2wöchentlich, Termine - siehe Kursbeschreibung
Ort
FHP, D116
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 9
Module (BA): 9
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
P
Leistungspunkte
4
Zielgruppe
BA
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Der Workshop findet 2wöchentlich, immer montags statt. Er beinhaltet eine inhaltliche und technische Einführung in die Grundlagen der Video- und Audiogestaltung, sowie Exkursionen zu den gewählten Drehorten. Die Teilnehmer*innen arbeiten in Teams zusammen und unterstützen sich gegenseitig bei der Realisation ihrer Projekte.
Kurstermine: 25.4. / 2.5. / 16.5. / 30.5. / 13.6. / 27.6. / 11.7.
Kurstermine: 25.4. / 2.5. / 16.5. / 30.5. / 13.6. / 27.6. / 11.7.
Sommer 2017
Do we see what we hear? - Bildbeschreibungen im Film
Was ist die Rolle von Ton und insbesondere von Sprache im Film?
Am Beginn der Geschichte des Tonfilms steht die Angst vor der Stille. In "King Kong" von 1933 wird vor allem geschrien, und wenig gesprochen. Film erzählt Geschichten mit bewegten Bildern und durch Schnitte. Wozu aber braucht man Sprache im Film? Sprache übernimmt im Film, sei er fiktional, dokumentarisch oder experimentell, verschiedene Funktionen. Dialoge sind narrative Motoren und Instrumente des Verhandelns. Stimmen aus dem Off machen unsichtbare Erzähler hörbar, die eine bestimmte Perspektive auf das Gesehene einnehmen. Sprache lässt Bilder in den Köpfen der Betrachter entstehen. Geschichten werden erzählt und Ereignisse werden beschrieben, die in der filmischen Erzählung geschehen sein sollen, in den Filmbildern selbst aber gar nicht zu sehen sind.
- Welche Verbindung aber besteht zwischen den Handlungen der Protagonisten und dem, was sie sagen? Was ist ein Sprechakt? Wann wird Sprache zu Geräusch, wann zu Musik? Und welche im Bild verankerten oder von außen an es herangetragenen Blickwickel eröffnen Kommentare?
Im Projektseminar werden wir Filme und Videoinstallationen analysieren, die von Videokunst, Dokumentar-, Autoren- und Experimentalfilm bis zum Blockbuster aus Hollywood reichen, und einige Texte diskutieren. In einer praktischen Übung wollen wir Beobachtungen aufzeichnen und mit Bildbeschreibungen im Film experimentieren, um neue Konzepte zur filmischen Erzählung zu entwickeln.
Am Beginn der Geschichte des Tonfilms steht die Angst vor der Stille. In "King Kong" von 1933 wird vor allem geschrien, und wenig gesprochen. Film erzählt Geschichten mit bewegten Bildern und durch Schnitte. Wozu aber braucht man Sprache im Film? Sprache übernimmt im Film, sei er fiktional, dokumentarisch oder experimentell, verschiedene Funktionen. Dialoge sind narrative Motoren und Instrumente des Verhandelns. Stimmen aus dem Off machen unsichtbare Erzähler hörbar, die eine bestimmte Perspektive auf das Gesehene einnehmen. Sprache lässt Bilder in den Köpfen der Betrachter entstehen. Geschichten werden erzählt und Ereignisse werden beschrieben, die in der filmischen Erzählung geschehen sein sollen, in den Filmbildern selbst aber gar nicht zu sehen sind.
- Welche Verbindung aber besteht zwischen den Handlungen der Protagonisten und dem, was sie sagen? Was ist ein Sprechakt? Wann wird Sprache zu Geräusch, wann zu Musik? Und welche im Bild verankerten oder von außen an es herangetragenen Blickwickel eröffnen Kommentare?
Im Projektseminar werden wir Filme und Videoinstallationen analysieren, die von Videokunst, Dokumentar-, Autoren- und Experimentalfilm bis zum Blockbuster aus Hollywood reichen, und einige Texte diskutieren. In einer praktischen Übung wollen wir Beobachtungen aufzeichnen und mit Bildbeschreibungen im Film experimentieren, um neue Konzepte zur filmischen Erzählung zu entwickeln.
Dozent
Isabell Spengler
Termin
Fr. 10:30 - 13:30
Ort
FHP D 103
SWS
4
Studiengang
MA
Module (MA): 6
Module (MA): 6
Pflichtveranstaltung
ja
Veranstaltungsart
P
Leistungspunkte
12
Zielgruppe
MA
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Filmbeispiele von Francis Ford Coppola, William Friedkin, Jacques Tati, Chantal Akermann, Michael Snow, Yoko Ono, Samuel Beckett, Stefan Panhans, Jan Peters, John Smith, Juliane Zelwies, Corinna Schnitt, Markus Ruff, Isabell Spengler u.a.
Texte von Michel Chion, Stanley Cavell, André Brazin, Walter Murch u.a.
Über die Dozentin: www.isabellspengler.net
Texte von Michel Chion, Stanley Cavell, André Brazin, Walter Murch u.a.
Über die Dozentin: www.isabellspengler.net
