
M.A. Johannes Bennke
johannes.bennke@uni-weimar.de
https://www.uni-weimar.de/de/medien/institute/koma/personen/stipendiatinnen/johannes-bennke/
Sprechstunde
Nach den Seminareinheiten und nach Vereinbarung.
Veranstaltungen
Winter 2016/2017
Einführung in die Bildanthropologie
In den letzten 15 Jahren ist ein verstärktes Interesse am Verhältnis von Anthropologie und Kunst zu beobachten. Ausstellungen, Konferenzen und Künstler haben sich dieser besonderen Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst zugewandt. Das Seminar geht diesem Verhältnis insbesondere in Bezug auf das Bild nach. Wir werden uns grundlegende Konzepte der Bildanthropologie anschauen (Hans Belting; Hans Jonas) und auch innerhalb der Filmtheorie nach latenten anthropologischen Konzepten Ausschau halten (André Bazin; Edgar Morin; Anna Grimshaw). Wir werden u.a. Filme derjenigen anschauen, die das Genre des Dokumentarfilms mitbegründet haben (Vertov, Flaherty). Ein Schwerpunkt bildet im zweiten Teil des Seminars der zeitgenössische ethnographische Film (Forest of Bliss, R.: Robert Gardner, USA, 1986; Leviathan, R.: Lucien Castaing-Taylor/Véréna Paravel, USA, 2012). Wir werden hier einhergehender die jeweiligen anthropologischen (bzw. anthropomedialen) Implikationen herausarbeiten. Das Seminar geht dabei von der Annahme aus, dass alle (Film-)Bilder bildanthropologische Implikationen haben. Auch wenn das Seminar einen Schwerpunkt auf zentrale Texte der Bildanthropologie, sowie auf zentrale Dokumentarfilme und ethnographische Filme setzt, werden wir uns immer wieder auch Filmausschnitten aus anderen Genres anschauen: Insbesondere das Genre des Science-Fiction Films ist eine ergiebige Quelle an Entwürfen von Menschenbildern. Wenn in diesem Zusammenhang vom Bild die Rede ist, ist nicht allein von einer Projektion einer Idee des Menschen die Rede, sondern es geht immer auch um die Frage nach dem "Ursprung der Kunst", seiner Bildpraktiken und ihrem Verhältnis zur Menschwerdung.
Ziel des Seminars ist zum einen die Vermittlung des Verhältnisses von bildanthropologischen Konzepten und ihrer korrespondierenden Bildpraktiken in der Kunst (v.a. im ethnographischen Film). Zum anderen geht es darum, Ansätze für einen eigenständigen und individuellen Transfer für die eigenen Projektarbeiten zu liefern. Diese Transferleistung anthropologischer Bildtheorien in Bezug zu einem eigenständigen Projekt oder einer Hausarbeit setzen zu können wird im Seminar explizit thematisiert. Die Seminareinheiten finden in vierstündigen Sitzungen statt, bestehend aus einer Filmsichtung, der Filmanalyse und der Besprechung von Texten, sowie der Präsentation eigenständig erarbeiteter Ansätze der Studierenden.
Am Ende des Seminars werden die individuellen Projekte unter dem Aspekt der Bildanthropologie in einer 10min Projektpräsentation im Plenum zur Diskussion gestellt. Im Falle einer Modulprüfung (4LP) ist zusätzlich ein kurzer Essay von ca. 5 Seiten bis Semesterende einzureichen. Gemäß Studienordnung kann alternativ eine Hausarbeit von ca. 40.000 Zeichen geschrieben werden.
Ziel des Seminars ist zum einen die Vermittlung des Verhältnisses von bildanthropologischen Konzepten und ihrer korrespondierenden Bildpraktiken in der Kunst (v.a. im ethnographischen Film). Zum anderen geht es darum, Ansätze für einen eigenständigen und individuellen Transfer für die eigenen Projektarbeiten zu liefern. Diese Transferleistung anthropologischer Bildtheorien in Bezug zu einem eigenständigen Projekt oder einer Hausarbeit setzen zu können wird im Seminar explizit thematisiert. Die Seminareinheiten finden in vierstündigen Sitzungen statt, bestehend aus einer Filmsichtung, der Filmanalyse und der Besprechung von Texten, sowie der Präsentation eigenständig erarbeiteter Ansätze der Studierenden.
Am Ende des Seminars werden die individuellen Projekte unter dem Aspekt der Bildanthropologie in einer 10min Projektpräsentation im Plenum zur Diskussion gestellt. Im Falle einer Modulprüfung (4LP) ist zusätzlich ein kurzer Essay von ca. 5 Seiten bis Semesterende einzureichen. Gemäß Studienordnung kann alternativ eine Hausarbeit von ca. 40.000 Zeichen geschrieben werden.
Dozent
Termin
Freitags, 12-16h (bitte beachten Sie die Einzeltermine)
Ort
3.07.038 (Campus Griebnitzsee, Haus 7, Raum 038)
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 10
Module (BA): 10
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2 (mit Modulprüfung 4)
Zielgruppe
B.A.
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Johannes Bennke (M.A.), Absolvent der EMW in 2014. Derzeit Promotionsstipendiat am KOMA - Kompetenzzentrum Medienanthropologie an der Bauhaus Universität Weimar. Arbeitstitel des Promotionsprojektes: „Medienethik und die Produktivität des Negativen. Wissensformen in der sensorischen Ethnographie“.
Winter 2015/2016
Zur Medienethik des Bildes
Innerhalb der Medienwissenschaft gibt es seit einigen Jahren eine medienethische Diskussion, die weder Darstellungen von Gewalt und ihre moralischen Implikationen meint noch auf normative Werteorientierung für die Handlungspraxis (Ethos) beispielsweise für Journalisten aus ist. Es geht hier nicht um einen medienpädagogischen Ansatz, sondern um einen viel grundlegenderen performativ-ästhetischen Diskurs einer Gewalt des Erscheinens: eine „implizite Gewaltsamkeit“ bestimmter medialer Formen rationalen Denkens, die versuchen, das Andere und Fremde zu tilgen. Eine Ethik des Bildes bedarf daher einerseits theoretischer Konzepte, die eine Alterität anerkennen, andererseits Praktiken, die diese Medienvergessenheit des Bildes im Bild wieder sichtbar machen. Das Seminar hat das Bild und bewegte Bild zum Gegenstand, bleibt aber anschlussfähig zu anderen Medien.
Ziel des in Blöcken stattfindenden Seminars ist es, Ansätze einer Medienethik zu vermitteln und Anregungen zu geben zu einem eigenständigen Transfer medienethischer Impulse auf das je individuelle Projekt. Diese Transferleistung einer Medienethik zu eigenständigem Arbeiten an bestehenden Hausarbeiten und Projekten steht im Vordergrund des Seminars. Natürlich kann auch ein im Laufe des Semesters entwickeltes Projekt herangezogen werden. Es wird zunächst theoretisch und analytisch geklärt, was Medienethik ist oder sein kann und wir schauen uns hierzu dokumentarische Filmpraktiken an (u.a. aus Ethnologie und Anthropologie). Dann wird es im Verlauf des Seminars immer stärker darum gehen, medienethische Überlegungen in die eigene Theorie und Praxis zu übertragen.
Am Ende des Blockseminars werden die individuellen Projekte unter dem Aspekt der Bedeutung medienethischer Überlegungen für die eigene theoretische und praktische Arbeit im Plenum präsentiert und zur Diskussion gestellt. Ziel des Seminars ist es, für medienethische Fragestellungen zu sensibilisieren und Impulse für die eigene Fortführung der je individuellen Arbeit zu geben.
Ziel des in Blöcken stattfindenden Seminars ist es, Ansätze einer Medienethik zu vermitteln und Anregungen zu geben zu einem eigenständigen Transfer medienethischer Impulse auf das je individuelle Projekt. Diese Transferleistung einer Medienethik zu eigenständigem Arbeiten an bestehenden Hausarbeiten und Projekten steht im Vordergrund des Seminars. Natürlich kann auch ein im Laufe des Semesters entwickeltes Projekt herangezogen werden. Es wird zunächst theoretisch und analytisch geklärt, was Medienethik ist oder sein kann und wir schauen uns hierzu dokumentarische Filmpraktiken an (u.a. aus Ethnologie und Anthropologie). Dann wird es im Verlauf des Seminars immer stärker darum gehen, medienethische Überlegungen in die eigene Theorie und Praxis zu übertragen.
Am Ende des Blockseminars werden die individuellen Projekte unter dem Aspekt der Bedeutung medienethischer Überlegungen für die eigene theoretische und praktische Arbeit im Plenum präsentiert und zur Diskussion gestellt. Ziel des Seminars ist es, für medienethische Fragestellungen zu sensibilisieren und Impulse für die eigene Fortführung der je individuellen Arbeit zu geben.
Dozent
Termin
Blockseminar
Ort
NN
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 10
Module (BA): 10
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
B.A.
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Johannes Bennke (M.A.), Absolvent der EMW in 2014. Derzeit Promotionsstipendiat am KOMA - Kompetenzzentrum Medienanthropologie an der Bauhaus Universität Weimar. Arbeitstitel des Promotionsprojektes: „Denken in Bildern. Zur Medienethik einer Neg-Anthropologie“.
Das Seminar ist als Blockseminar angesetzt und findet an fünf Samstags-Terminen statt:
1. Termin: 24. Oktober 2015, 10-16h, Campus Griebnitzsee, Haus 6, Raum S15.
2. Termin: 07. November 2015, 10-16h, Campus Griebnitzsee, Haus 6, Raum S23.
3. Termin: 05. Dezember 2015, 10-16h, Campus Griebnitzsee, Haus 6, Raum S15.
4. Termin: 23. Januar 2016, 10-16h, Campus Griebnitzsee, Haus 6, Raum S15.
5. Termin: 06. Februar 2016, 10-16h,Campus Griebnitzsee, Haus 6, Raum S15.
Sprechzeiten sind während des Seminarzeitraums und nach Absprache möglich. Die Modulprüfung besteht in einer 10min-Präsentation in der letzten Seminarsitzung, sowie einer kurzen präsentationsorientierten Dokumentation mit einer 3-5 Seitigen theoretischen Reflexion.
Dokumentationen können nach Absprache bis zum 26.2.2016 eingereicht werden.
Zur Entschlüssung der Raumangabe in den Bemerkungen:
3.06.S15 bedeutet: 3=Campus Griebnitzsee, 06=Haus 6, S15=Seminarraum 15.
Das Seminar ist als Blockseminar angesetzt und findet an fünf Samstags-Terminen statt:
1. Termin: 24. Oktober 2015, 10-16h, Campus Griebnitzsee, Haus 6, Raum S15.
2. Termin: 07. November 2015, 10-16h, Campus Griebnitzsee, Haus 6, Raum S23.
3. Termin: 05. Dezember 2015, 10-16h, Campus Griebnitzsee, Haus 6, Raum S15.
4. Termin: 23. Januar 2016, 10-16h, Campus Griebnitzsee, Haus 6, Raum S15.
5. Termin: 06. Februar 2016, 10-16h,Campus Griebnitzsee, Haus 6, Raum S15.
Sprechzeiten sind während des Seminarzeitraums und nach Absprache möglich. Die Modulprüfung besteht in einer 10min-Präsentation in der letzten Seminarsitzung, sowie einer kurzen präsentationsorientierten Dokumentation mit einer 3-5 Seitigen theoretischen Reflexion.
Dokumentationen können nach Absprache bis zum 26.2.2016 eingereicht werden.
Zur Entschlüssung der Raumangabe in den Bemerkungen:
3.06.S15 bedeutet: 3=Campus Griebnitzsee, 06=Haus 6, S15=Seminarraum 15.