Veranstaltungen
Winter 2012/2013
Formatierung des Blicks – Massenmediale Bildformate als Matrix unserer Sehgewohnheiten
Alle massenmedial verbreiteten Bilder definieren sich über ihr Format. Mit ihm wird das Innen vom Außen des Bildes getrennt. Im Bereich der Bewegtbilder haben sich über die Jahre nur wenige unterschiedliche Seitenverhältnisse durchsetzen können. War noch vor einigen Jahren 4:3, der alte Fernsehstandard, das vorherrschende Format, so werden heutzutage Nachrichten, Musicclips, Fernsehfilme in einer Rahmung von 16:9 gefasst. Die Konsequenzen für die Bildgestaltung sind fundamental. Die Figur/Grund-Differenz muss auf gänzlich andere Weise herausgearbeitet werden als bei 4:3. Die dabei entstehende Ästhetik setzt sich über die massenmediale Verbreitung gesellschaftlich durch. In der Analyse stellen sich Formate somit als ebenso unsichtbar wie wirkmächtig heraus. Die Werbeslogans vom „besseren“ oder „natürlicheren“ Sehen in 16:9 sind kein Ausdruck eines ästhetischen Fakts, sondern die Selbstbestätigung der selbstverständlich gemachten Matrix unserer Sehgewohnheiten.
Das Seminar wird dieses Phänomen auf Basis theoretischer Einführungen und praktischer Fallstudien beleuchten. So werden Analysen unterschiedlicher Tagesschau-Sendungen der letzten zwanzig Jahre nachvollziehbar machen, wie sich wandelnde Bildformate konkret auf unsere Sehgewohnheiten auswirken. Auch Spielfilme und Dokumentationen werden gemeinsam angeschaut und diskutiert. Die theoretischen Einführungen beleuchten die Zusammenhänge von Ästhetik, Gesellschaft und Apparat (Filmtheorie, Apparatus-Theorie, Kritische Theorie, Dispostivanalyse, Habitustheorie) näher. Zudem wird den Studenten eine kurze Kulturgeschichte der Proportion vorgestellt.
Das Seminar wird dieses Phänomen auf Basis theoretischer Einführungen und praktischer Fallstudien beleuchten. So werden Analysen unterschiedlicher Tagesschau-Sendungen der letzten zwanzig Jahre nachvollziehbar machen, wie sich wandelnde Bildformate konkret auf unsere Sehgewohnheiten auswirken. Auch Spielfilme und Dokumentationen werden gemeinsam angeschaut und diskutiert. Die theoretischen Einführungen beleuchten die Zusammenhänge von Ästhetik, Gesellschaft und Apparat (Filmtheorie, Apparatus-Theorie, Kritische Theorie, Dispostivanalyse, Habitustheorie) näher. Zudem wird den Studenten eine kurze Kulturgeschichte der Proportion vorgestellt.
Dozenten
Dr. Fabian Goppelsröder, Peter Müller
Termin
Mi 14-16
Ort
Neues Palais, Haus 8, 59
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 6
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA-EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Kurs von Fabian Goppelsröder und Peter Müller, DFG-Graduiertenkolleg 1549 “Sichtbarkeit und Sichtbarmachung” (http://sichtbarkeit-sichtbarmachung.de)
