Veranstaltungen
Winter 2011/2012
Filmschauspiel - Die Figur in Bildern denken
Von den Anfängen des Kinos an erblickte man in der Visualität des Films eine nie gesehene Sichtbarkeit des menschlichen Körpers – „einen Anblick, der,“ wie Walter Benjamin in seinem berühmten kunsttheoretischen Aufsatz: „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ schreibt, „zuvor nie und nirgends denkbar gewesen war.“ Dass es nicht eine neue Ausdruckskunst des Menschen war, die sich im Film erblicken ließ, wohl aber eine nie gesehene Sichtbarkeit - eine neue Ästhetik des Schauspiels, die im kinematographischen Bild selber gründete, geriet angesichts der Begeisterung über die neuen Ausdrucksformen zumeist aus dem Blick. Beharrlich hält sich bis heute hin die Vorstellung vom Filmschauspieler als Ausdrucks-künstler - als Interpret einer Rolle, als Schöpfer der dargestellten Figur, ohne die spezifischen ästhetischen Gestaltungsformen des jeweiligen Films auf das Schauspiel des Darstellers zu beziehen.
In jedem Moment der Darstellung geht die schauspielerische Gestaltung ein in die Bewegung des Filmbildes - das Schauspiel ist immer eingefügt in das komplexe Gefüge der zeitlichen und ästhetischen Strukturen des kinematographischen Bildes. Wenn es aber der Bildraum ist, indem die darzustellende Figur Gestalt gewinnt, und die Ausdrucksgestaltung des Schauspielers nur ein Bestandteil darin ist, dann stellt sich die Frage, welches spezifische Verhältnis in den jeweiligen Filmen zwischen der schauspielerischen Ausdrucksbewegung und der kinematographischen Inszenierung des Bildes entworfen ist und wie die ästhetische Darstellungsform, in der die Figur auf der Leinwand erscheint, in Bezug auf die übergeordnete Inszenierungsstrategie des gegebenen Films zu begreifen ist? Wesentliches Ziel des schauspieltheoretischen/-ästhetischen Seminars ist es,
die schauspielerische Gestaltung als eine filmästhetische Form zu betrachten und zu zeigen, inwieweit am Schauspiel die Inszenierung des Films als ein poetisches Konzept kinematografischer Bildlichkeit ablesbar ist. Es gilt, eine Filmfigur nicht nur von der Gestaltung des Schauspielers aus zu begreifen, sondern sie vielmehr auf der Ebene der Bilder zu denken - das Schauspiel als einen integralen Bestandteil der kinematografischen Komposition verstehen zu lernen. Das Seminar befasst sich auf der Grundlage von schauspiel-, filmtheoretischen und kunst-philosophischen Texten mit der Schauspielästhetik des klassischen und modernen Kinos. In einer vergleichenden Analyse der zentralen Kategorien der jeweiligen Schauspielmethodik gilt es zunächst, die Konzepte des schauspielerischen Darstellens in ihrer funktionalen Bestimmung präzise darzustellen. Dabei soll zudem die Entwicklung der Schauspielmethoden historisch situiert werden im Hinblick auf eine Geschichte des Darstellens in den Medien Theater, Film und Fernsehen. In einer weiterführenden exemplarischen Analyse einzelner Filmsequenzen sollen im Rückgriff auf erarbeitete Kategorien und erlebte Seherfahrungen diverse Ausdrucksästhetiken des Filmschauspiels erarbeitet werden. Es gilt einerseits, die jeweiligen Figurendarstellungen im Hinblick auf die mimisch-gestische Präsentation des Schauspielers und die Gestaltungsstrategie des kinematografischen Bildes zu differenzieren, andererseits, deren Wirkungszusammenhang in Bezug auf das Inszenierungskonzept des jeweiligen Film darzustellen.
Es ist ein weiteres Ziel des Seminars ist es, normative Positionen zur Theorie des Filmschauspiels einer kritischen Reflexion zuzuführen; ein anderes, den Schauspieler als Instrument zu betrachten und anhand der Lektüre schauspieltheoretischer Schriften und der Analyse filmschauspielästhischer Formen zu einem komplexen Verständnis schauspielproduzierender Vorgänge zu gelangen ( Verwandlung / Verfremdung, Erleben / Distanz, intentionales Zeichen / intentionsloser Ausdruck, Innen- / Außen-Relationen, physische Handlung / emotionales Gedächtnis, die Stofflichkeit des Gefühls / die Materialität der Dinge, psychologisches und gestisches Schauspiel, Schauspieler / Figur ).
In jedem Moment der Darstellung geht die schauspielerische Gestaltung ein in die Bewegung des Filmbildes - das Schauspiel ist immer eingefügt in das komplexe Gefüge der zeitlichen und ästhetischen Strukturen des kinematographischen Bildes. Wenn es aber der Bildraum ist, indem die darzustellende Figur Gestalt gewinnt, und die Ausdrucksgestaltung des Schauspielers nur ein Bestandteil darin ist, dann stellt sich die Frage, welches spezifische Verhältnis in den jeweiligen Filmen zwischen der schauspielerischen Ausdrucksbewegung und der kinematographischen Inszenierung des Bildes entworfen ist und wie die ästhetische Darstellungsform, in der die Figur auf der Leinwand erscheint, in Bezug auf die übergeordnete Inszenierungsstrategie des gegebenen Films zu begreifen ist? Wesentliches Ziel des schauspieltheoretischen/-ästhetischen Seminars ist es,
die schauspielerische Gestaltung als eine filmästhetische Form zu betrachten und zu zeigen, inwieweit am Schauspiel die Inszenierung des Films als ein poetisches Konzept kinematografischer Bildlichkeit ablesbar ist. Es gilt, eine Filmfigur nicht nur von der Gestaltung des Schauspielers aus zu begreifen, sondern sie vielmehr auf der Ebene der Bilder zu denken - das Schauspiel als einen integralen Bestandteil der kinematografischen Komposition verstehen zu lernen.
Das Seminar befasst sich auf der Grundlage von schauspiel-, filmtheoretischen und kunst-philosophischen Texten mit der Schauspielästhetik des klassischen und modernen Kinos. In einer vergleichenden Analyse der zentralen Kategorien der jeweiligen Schauspielmethodik gilt es zunächst, die Konzepte des schauspielerischen Darstellens in ihrer funktionalen Bestimmung präzise darzustellen. Dabei soll zudem die Entwicklung der Schauspielmethoden historisch situiert werden im Hinblick auf eine Geschichte des Darstellens in den Medien Theater, Film und Fernsehen. In einer weiterführenden exemplarischen Analyse einzelner Filmsequenzen sollen im Rückgriff auf erarbeitete Kategorien und erlebte Seherfahrungen diverse Ausdrucksästhetiken des Filmschauspiels erarbeitet werden. Es gilt einerseits, die jeweiligen Figurendarstellungen im Hinblick auf die mimisch-gestische Präsentation des Schauspielers und die Gestaltungsstrategie des kinematografischen Bildes zu differenzieren, andererseits, deren Wirkungszusammenhang in Bezug auf das Inszenierungskonzept des jeweiligen Film darzustellen.
Es ist ein weiteres Ziel des Seminars ist es, normative Positionen zur Theorie des Filmschauspiels einer kritischen Reflexion zuzuführen; ein anderes, den Schauspieler als Instrument zu betrachten und anhand der Lektüre schauspieltheoretischer Schriften und der Analyse filmschauspielästhischer Formen zu einem komplexen Verständnis schauspielproduzierender Vorgänge zu gelangen ( Verwandlung / Verfremdung, Erleben / Distanz, intentionales Zeichen / intentionsloser Ausdruck, Innen- / Außen-Relationen, physische Handlung / emotionales Gedächtnis, die Stofflichkeit des Gefühls / die Materialität der Dinge, psychologisches und gestisches Schauspiel, Schauspieler / Figur ).
In jedem Moment der Darstellung geht die schauspielerische Gestaltung ein in die Bewegung des Filmbildes - das Schauspiel ist immer eingefügt in das komplexe Gefüge der zeitlichen und ästhetischen Strukturen des kinematographischen Bildes. Wenn es aber der Bildraum ist, indem die darzustellende Figur Gestalt gewinnt, und die Ausdrucksgestaltung des Schauspielers nur ein Bestandteil darin ist, dann stellt sich die Frage, welches spezifische Verhältnis in den jeweiligen Filmen zwischen der schauspielerischen Ausdrucksbewegung und der kinematographischen Inszenierung des Bildes entworfen ist und wie die ästhetische Darstellungsform, in der die Figur auf der Leinwand erscheint, in Bezug auf die übergeordnete Inszenierungsstrategie des gegebenen Films zu begreifen ist? Wesentliches Ziel des schauspieltheoretischen/-ästhetischen Seminars ist es,
die schauspielerische Gestaltung als eine filmästhetische Form zu betrachten und zu zeigen, inwieweit am Schauspiel die Inszenierung des Films als ein poetisches Konzept kinematografischer Bildlichkeit ablesbar ist. Es gilt, eine Filmfigur nicht nur von der Gestaltung des Schauspielers aus zu begreifen, sondern sie vielmehr auf der Ebene der Bilder zu denken - das Schauspiel als einen integralen Bestandteil der kinematografischen Komposition verstehen zu lernen. Das Seminar befasst sich auf der Grundlage von schauspiel-, filmtheoretischen und kunst-philosophischen Texten mit der Schauspielästhetik des klassischen und modernen Kinos. In einer vergleichenden Analyse der zentralen Kategorien der jeweiligen Schauspielmethodik gilt es zunächst, die Konzepte des schauspielerischen Darstellens in ihrer funktionalen Bestimmung präzise darzustellen. Dabei soll zudem die Entwicklung der Schauspielmethoden historisch situiert werden im Hinblick auf eine Geschichte des Darstellens in den Medien Theater, Film und Fernsehen. In einer weiterführenden exemplarischen Analyse einzelner Filmsequenzen sollen im Rückgriff auf erarbeitete Kategorien und erlebte Seherfahrungen diverse Ausdrucksästhetiken des Filmschauspiels erarbeitet werden. Es gilt einerseits, die jeweiligen Figurendarstellungen im Hinblick auf die mimisch-gestische Präsentation des Schauspielers und die Gestaltungsstrategie des kinematografischen Bildes zu differenzieren, andererseits, deren Wirkungszusammenhang in Bezug auf das Inszenierungskonzept des jeweiligen Film darzustellen.
Es ist ein weiteres Ziel des Seminars ist es, normative Positionen zur Theorie des Filmschauspiels einer kritischen Reflexion zuzuführen; ein anderes, den Schauspieler als Instrument zu betrachten und anhand der Lektüre schauspieltheoretischer Schriften und der Analyse filmschauspielästhischer Formen zu einem komplexen Verständnis schauspielproduzierender Vorgänge zu gelangen ( Verwandlung / Verfremdung, Erleben / Distanz, intentionales Zeichen / intentionsloser Ausdruck, Innen- / Außen-Relationen, physische Handlung / emotionales Gedächtnis, die Stofflichkeit des Gefühls / die Materialität der Dinge, psychologisches und gestisches Schauspiel, Schauspieler / Figur ).
In jedem Moment der Darstellung geht die schauspielerische Gestaltung ein in die Bewegung des Filmbildes - das Schauspiel ist immer eingefügt in das komplexe Gefüge der zeitlichen und ästhetischen Strukturen des kinematographischen Bildes. Wenn es aber der Bildraum ist, indem die darzustellende Figur Gestalt gewinnt, und die Ausdrucksgestaltung des Schauspielers nur ein Bestandteil darin ist, dann stellt sich die Frage, welches spezifische Verhältnis in den jeweiligen Filmen zwischen der schauspielerischen Ausdrucksbewegung und der kinematographischen Inszenierung des Bildes entworfen ist und wie die ästhetische Darstellungsform, in der die Figur auf der Leinwand erscheint, in Bezug auf die übergeordnete Inszenierungsstrategie des gegebenen Films zu begreifen ist? Wesentliches Ziel des schauspieltheoretischen/-ästhetischen Seminars ist es,
die schauspielerische Gestaltung als eine filmästhetische Form zu betrachten und zu zeigen, inwieweit am Schauspiel die Inszenierung des Films als ein poetisches Konzept kinematografischer Bildlichkeit ablesbar ist. Es gilt, eine Filmfigur nicht nur von der Gestaltung des Schauspielers aus zu begreifen, sondern sie vielmehr auf der Ebene der Bilder zu denken - das Schauspiel als einen integralen Bestandteil der kinematografischen Komposition verstehen zu lernen.
Das Seminar befasst sich auf der Grundlage von schauspiel-, filmtheoretischen und kunst-philosophischen Texten mit der Schauspielästhetik des klassischen und modernen Kinos. In einer vergleichenden Analyse der zentralen Kategorien der jeweiligen Schauspielmethodik gilt es zunächst, die Konzepte des schauspielerischen Darstellens in ihrer funktionalen Bestimmung präzise darzustellen. Dabei soll zudem die Entwicklung der Schauspielmethoden historisch situiert werden im Hinblick auf eine Geschichte des Darstellens in den Medien Theater, Film und Fernsehen. In einer weiterführenden exemplarischen Analyse einzelner Filmsequenzen sollen im Rückgriff auf erarbeitete Kategorien und erlebte Seherfahrungen diverse Ausdrucksästhetiken des Filmschauspiels erarbeitet werden. Es gilt einerseits, die jeweiligen Figurendarstellungen im Hinblick auf die mimisch-gestische Präsentation des Schauspielers und die Gestaltungsstrategie des kinematografischen Bildes zu differenzieren, andererseits, deren Wirkungszusammenhang in Bezug auf das Inszenierungskonzept des jeweiligen Film darzustellen.
Es ist ein weiteres Ziel des Seminars ist es, normative Positionen zur Theorie des Filmschauspiels einer kritischen Reflexion zuzuführen; ein anderes, den Schauspieler als Instrument zu betrachten und anhand der Lektüre schauspieltheoretischer Schriften und der Analyse filmschauspielästhischer Formen zu einem komplexen Verständnis schauspielproduzierender Vorgänge zu gelangen ( Verwandlung / Verfremdung, Erleben / Distanz, intentionales Zeichen / intentionsloser Ausdruck, Innen- / Außen-Relationen, physische Handlung / emotionales Gedächtnis, die Stofflichkeit des Gefühls / die Materialität der Dinge, psychologisches und gestisches Schauspiel, Schauspieler / Figur ).
Dozent
Renata Helker
Termin
12.11. / 13.11.; 19.11. / 20.11. jew 10–17.30 Einführung 27.10. 14-16
Ort
UP 1.9.215 Einführung UP 1.12.039
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 7
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
30
Zusätzliche Informationen
Die Studenten, die sich im Sommersemester für dieses Seminar eingetragen und Referate übernommen haben, mögen mich bitte kontaktieren. Weitere Interessenten sind herzlich willkommen. Dem Seminar geht eine Einführungsveranstaltung voraus, in der die Konzeption des Seminars vorgestellt wird und Arbeitsthemen an Referatsgruppen vergeben werden. Der Termin der Einführungsveranstaltung wird mit den Studenten vereinbart.
Winter 2010/2011
Filmschauspiel - Die Figur in Bildern denken
Von den Anfängen des Kinos an erblickte man in der Visualität des Films eine nie gesehene Sichtbarkeit des menschlichen Körpers – „einen Anblick, der,“ wie Walter Benjamin in seinem berühmten kunsttheoretischen Aufsatz: „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ schreibt, „zuvor nie und nirgends denkbar gewesen war.“ Dass es nicht eine neue Ausdruckskunst des Menschen war, die sich im Film erblicken ließ, wohl aber eine nie gesehene Sichtbarkeit - eine neue Ästhetik des Schauspiels, die im kinematographischen Bild selber gründete, geriet angesichts der Begeisterung über die neuen Ausdrucksformen zumeist aus dem Blick. Beharrlich hält sich bis heute hin die Vorstellung vom Filmschauspieler als Ausdrucks-künstler - als Interpret einer Rolle, als Schöpfer der dargestellten Figur, ohne die spezifischen ästhetischen Gestaltungsformen des jeweiligen Films auf das Schauspiel des Darstellers zu beziehen.
In jedem Moment der Darstellung geht die schauspielerische Gestaltung ein in die Bewegung des Filmbildes - das Schauspiel ist immer eingefügt in das komplexe Gefüge der zeitlichen und ästhetischen Strukturen des kinematographischen Bildes. Wenn es aber der Bildraum ist, indem die darzustellende Figur Gestalt gewinnt, und die Ausdrucksgestaltung des Schauspielers nur ein Bestandteil darin ist, dann stellt sich die Frage, welches spezifische Verhältnis in den jeweiligen Filmen zwischen der schauspielerischen Ausdrucksbewegung und der kinematographischen Inszenierung des Bildes entworfen ist und wie die ästhetische Darstellungsform, in der die Figur auf der Leinwand erscheint, in Bezug auf die übergeordnete Inszenierungsstrategie des gegebenen Films zu begreifen ist? Wesentliches Ziel des schauspieltheoretischen/-ästhetischen Seminars ist es,
die schauspielerische Gestaltung als eine filmästhetische Form zu betrachten und zu zeigen, inwieweit am Schauspiel die Inszenierung des Films als ein poetisches Konzept kinematografischer Bildlichkeit ablesbar ist. Es gilt, eine Filmfigur nicht nur von der Gestaltung des Schauspielers aus zu begreifen, sondern sie vielmehr auf der Ebene der Bilder zu denken - das Schauspiel als einen integralen Bestandteil der kinematografischen Komposition verstehen zu lernen.
Das Seminar befasst sich auf der Grundlage von schauspiel-, filmtheoretischen und kunst-philosophischen Texten mit der Schauspielästhetik des klassischen und modernen Kinos. In einer vergleichenden Analyse der zentralen Kategorien der jeweiligen Schauspielmethodik gilt es zunächst, die Konzepte des schauspielerischen Darstellens in ihrer funktionalen Bestimmung präzise darzustellen. Dabei soll zudem die Entwicklung der Schauspielmethoden historisch situiert werden im Hinblick auf eine Geschichte des Darstellens in den Medien Theater, Film und Fernsehen. In einer weiterführenden exemplarischen Analyse einzelner Filmsequenzen sollen im Rückgriff auf erarbeitete Kategorien und erlebte Seherfahrungen diverse Ausdrucksästhetiken des Filmschauspiels erarbeitet werden. Es gilt einerseits, die jeweiligen Figurendarstellungen im Hinblick auf die mimisch-gestische Präsentation des Schauspielers und die Gestaltungsstrategie des kinematografischen Bildes zu differenzieren, andererseits, deren Wirkungszusammenhang in Bezug auf das Inszenierungskonzept des jeweiligen Film darzustellen.
Es ist ein weiteres Ziel des Seminars ist es, normative Positionen zur Theorie des Filmschauspiels einer kritischen Reflexion zuzuführen; ein anderes, den Schauspieler als Instrument zu betrachten und anhand der Lektüre schauspieltheoretischer Schriften und der Analyse filmschauspielästhischer Formen zu einem komplexen Verständnis schauspielproduzierender Vorgänge zu gelangen ( Verwandlung / Verfremdung, Erleben / Distanz, intentionales Zeichen / intentionsloser Ausdruck, Innen- / Außen-Relationen, physische Handlung / emotionales Gedächtnis, die Stofflichkeit des Gefühls / die Materialität der Dinge, psychologisches und gestisches Schauspiel, Schauspieler / Figur ).
In jedem Moment der Darstellung geht die schauspielerische Gestaltung ein in die Bewegung des Filmbildes - das Schauspiel ist immer eingefügt in das komplexe Gefüge der zeitlichen und ästhetischen Strukturen des kinematographischen Bildes. Wenn es aber der Bildraum ist, indem die darzustellende Figur Gestalt gewinnt, und die Ausdrucksgestaltung des Schauspielers nur ein Bestandteil darin ist, dann stellt sich die Frage, welches spezifische Verhältnis in den jeweiligen Filmen zwischen der schauspielerischen Ausdrucksbewegung und der kinematographischen Inszenierung des Bildes entworfen ist und wie die ästhetische Darstellungsform, in der die Figur auf der Leinwand erscheint, in Bezug auf die übergeordnete Inszenierungsstrategie des gegebenen Films zu begreifen ist? Wesentliches Ziel des schauspieltheoretischen/-ästhetischen Seminars ist es,
die schauspielerische Gestaltung als eine filmästhetische Form zu betrachten und zu zeigen, inwieweit am Schauspiel die Inszenierung des Films als ein poetisches Konzept kinematografischer Bildlichkeit ablesbar ist. Es gilt, eine Filmfigur nicht nur von der Gestaltung des Schauspielers aus zu begreifen, sondern sie vielmehr auf der Ebene der Bilder zu denken - das Schauspiel als einen integralen Bestandteil der kinematografischen Komposition verstehen zu lernen.
Das Seminar befasst sich auf der Grundlage von schauspiel-, filmtheoretischen und kunst-philosophischen Texten mit der Schauspielästhetik des klassischen und modernen Kinos. In einer vergleichenden Analyse der zentralen Kategorien der jeweiligen Schauspielmethodik gilt es zunächst, die Konzepte des schauspielerischen Darstellens in ihrer funktionalen Bestimmung präzise darzustellen. Dabei soll zudem die Entwicklung der Schauspielmethoden historisch situiert werden im Hinblick auf eine Geschichte des Darstellens in den Medien Theater, Film und Fernsehen. In einer weiterführenden exemplarischen Analyse einzelner Filmsequenzen sollen im Rückgriff auf erarbeitete Kategorien und erlebte Seherfahrungen diverse Ausdrucksästhetiken des Filmschauspiels erarbeitet werden. Es gilt einerseits, die jeweiligen Figurendarstellungen im Hinblick auf die mimisch-gestische Präsentation des Schauspielers und die Gestaltungsstrategie des kinematografischen Bildes zu differenzieren, andererseits, deren Wirkungszusammenhang in Bezug auf das Inszenierungskonzept des jeweiligen Film darzustellen.
Es ist ein weiteres Ziel des Seminars ist es, normative Positionen zur Theorie des Filmschauspiels einer kritischen Reflexion zuzuführen; ein anderes, den Schauspieler als Instrument zu betrachten und anhand der Lektüre schauspieltheoretischer Schriften und der Analyse filmschauspielästhischer Formen zu einem komplexen Verständnis schauspielproduzierender Vorgänge zu gelangen ( Verwandlung / Verfremdung, Erleben / Distanz, intentionales Zeichen / intentionsloser Ausdruck, Innen- / Außen-Relationen, physische Handlung / emotionales Gedächtnis, die Stofflichkeit des Gefühls / die Materialität der Dinge, psychologisches und gestisches Schauspiel, Schauspieler / Figur ).
Dozent
Renata Helker
Termin
tba
Ort
tba
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 7
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
S
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
30
Zusätzliche Informationen
Dem Seminar geht ca. vier Wochen vor Beginn eine Einführungsveranstaltung voraus, in der die Konzeption des Seminars vorgestellt wird und Arbeitsthemen an Referatsgruppen vergeben werden. Der Termin der Einführungsveranstaltung wird mit den Studenten vereinbart.
