Maria Morata

Maria Morata

Institut für Künste und Medien Lehrbeauftragte

maria.morata@gmail.com

Sprechstunde
nach dem Seminar



Veranstaltungen
Winter 2016/2017
Optische Maschinen. Technologie und Bild im Experimentalfilm und zeitgenössischen Video
Das Seminar erforscht, wie die Technik und später die Technologie die Bilderzeugung und Bedeutungsproduktion im kinematographischen Medium beeinflusst haben, und fokussiert historische und zeitgenössische Werke und Künstler, die diese Frage ästhetisch und kritisch reflektieren.

Im ersten Teil des Seminars wird ein medienarchäologischer Überblick auf die prä-kinematographischen optischen Spielzeuge gegeben, die auf die Medialität hinter den ersten bewegten Bildern hinweisen. Kleine Artefakte und Maschinen, manuell oder mechanisch betätigt, projizieren Bilder auf die Wand und rufen die Illusion der Bewegung hervor, lange bevor der Kinematograph erfunden wurde. Zwischen Bild und Auge existiert immer ein Objekt, ein Verfahren, eine mechanische Schrift, eine Apparatur, welche die Realität in eine mediale Darstellung wandelt.

Jahrzehnte später entwickeln experimentelle FilmemacherInnen wie Norman McLaren, Alexander Alexieff, Claire Parker, John und James Whitney, Mary Ellen Bute u.a. diese künstlerische Facette des Bildschöpfers als Erfinder, als Ingenieur, als Handwerker weiter. Auch wenn nach Marshall McLuhan jedes Medium eine Erweiterung des menschlichen Körpers ist, arbeiten diese FilmemacherInnen erst an der Erweiterung des tatsächlichen Mediums und suchen nach Lösungen, hybride Techniken und Modifikationen der existierenden Maschinen, um neue, noch nicht gesehene Bilder zu produzieren. Sie erforschen das Erzeugen und die Transformationen von Bildern vermittels des Auf- und Umbaus von Apparaturen und Artefakten jenseits der Filmkamera und nehmen zahlreiche der digitalen Bildverfahren vorweg, die heute per Mausklick in jeder Bildbearbeitungs-Software zu finden sind.

Der zweite Teil des Seminars stellt einerseits die Frage der Beziehung zwischen Auge und Kamera und darüber hinaus die zwischen Körper und Maschine: Automatisierte Bilder, vision machines und chirurgische Instrumente werden von Michael Snow, Steina Vasulka und Yuri Ancarani erforscht und visuell ausprobiert. Andererseits wird die Autonomie der technischen Bilder im digitalen Kontext analysiert, die von Harun Farocki als operative Bilder bezeichnet wurden. Die Technologie produziert eine neue graphische Ästhetik. Den von und für Maschinen erzeugten Bildern fehlen Anschaulichkeit, Bedeutung und Reflexionsfähigkeit. Arbeiten von Trevor Paglen, Harun Farocki, Lukas Marxt, Gerco de Ruijter u.a. stellen die Bilder, die von den ersten Raketen mit Selbstmord-Kameras, der ohne Pilot operierenden Dronen, sowie von Google Earth erzeugt werden, in Frage. Insbesondere wird ihre Darstellung, Parzellierung und Überwachung der zivilen und militärische Geografie kritisch analysiert. In weiteren Werken von Hito Styerl und Emma Charles wird die Macht der zeitgenössischen und tentakelartigen Panoptiken wie Google und Facebook offenbart und das Recht auf Unsichtbarkeit und Selbstbestimmung der eigenen Daten und Bilder proklamiert.

Zwei Exkursionen im Februar (Transmediale und Forum Expanded Berlinale) vervollständigen das Seminar. Die Studierenden müssen ein Referat vorbereiten, das in der ersten Sitzung verteilt wird.
Dozent
Maria Morata
Termin
Mi, 13-18 Uhr; Blockseminar 2.11.+16.11.+30.11.+14.12.2016, 2 Exkursionen im Feb
Ort
FHP D 310
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar; Exkursion
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Blockseminar Termine am 2.11., 16.11., 30.11. und 14.12.2016 sowie 2 Exkursionen im Februar 2017
Sommer 2013
Visionary Film: Avant-Garde und Underground Film ab 1940
Visionary Film: Avant-Garde und Underground Film ab 1940
Nach den europäischen Film-Avant-Garde-Bewegungen der 20er Jahre wird sich das Epizentrum des Experimentalfilms in die USA verschieben und entsteht dort eine umfangreiche und blühende Szene des Underground-Films. Ein entscheidender Faktor dafür war die große Emigrationsbewegung vieler europäischer Künstler nach Amerika, um dem Naziregime und dem Krieg zu entfliehen. Der Litauer Jonas Mekas gründete 1954 die Zeitschrift Film Culture und 1962 die Filmmaker’s Cooperative, eine nicht-hierarchische, von Filmemachern geführte Struktur für die Verbreitung des Avant-Garde-Films, die als Modell für weitere Film-Kooperativen in Europa gelten wird. Der Filmkritiker P. Adams Sitney unterstützte mit seinem Buch Visionary Film die Entstehung des amerikanischen Underground-Films. Das Seminar wird unter anderem Filme und Texte von Oskar Fischinger, Len Lye und Norman McLaren als Nachfolger der europäischen abstrakten Animationsfilme und die Trancefilme von Maya Deren und Sidney Peterson als neue Interpretationen des Surrealismus analysieren, sowie eine Annäherung an das Werk von Stan Brakhage schaffen. Auch die Underground-Bewegung von George Kuchar, Jack Smith u.a. innerhalb des Avant-Garde-Films wird studiert mit besonderer Aufmerksamkeit auf die filmischen Arbeiten von Andy Warhol. Der strukturelle Film von Michael Snow, Hollis Frampton, Owen Land und der Flickerfilm von Paul Sharits wird abgehandelt, sowie seine europäischen Weiterentwicklungen: in Österreich mit Peter Kubelka, Kurt Kren, Peter Tscherkassky, in England mit Malcolm Le Grice und Peter Gidal und in Deutschland mit Birgit und Wilhem Hein und Werner Nekes u.a.
Dozent
Maria Morata
Termin
Blockseminar, Fr 17.05. + 07./14./21./28.06.
Ort
Raum 1.22.037
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA, NF
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Curtis, David: Experimental Cinema, Delta Pub, NY 1971
Hein, Birgit: Film im Underground, Ullstein, Frankfurt, Berlin, Wien, 1971
Hein, Birgit / Herzogenrath, Wulf: Film als Film. 1910 bis heute. Köln 1977
LeGrice, Malcolm: Abstract Film and Beyond, Cambridge, MA, MIT Press, 1981
Petzke, Ingo (Hrsg.): Das Experimentalfilm-Handbuch, Schriftenreihe des deutschen Filmmuseums, Frankfurt am Main 1989
Scheugl, Hans / Schmidt jr, Ernst.: Eine Subgeschichte des Films. Lexikon des Avantgarde-, Experimental- und Undergroundfilms, Band 1 und 2. Frankfurt, Suhrkamp, 1974
Sitney, P. Adams: Visionary Film. The American Avant-Garde 1943-1978, Second Edition, Oxford University Press 1979
Tscherkassky, Peter (Ed.): Film Unframed. A History of Austrian Avant-Garde Cinema, Filmmuseum Synema Publikationen/sixpackfilm, Vienna, 2012
Vogel, Amos: Film as a subversive Art, 1974. Neuausgabe: Thames & Hudson, 2005
Weiss, Peter: Avantgarde Film. Frankfurt am Main, Suhrkamp 1995
Winter 2012/2013
Einführung in den Avant-Garde Film (I): Ästhetische, historische und ideologische Aspekte (1921-1945)
Einführung in den Avantgarde-Film (I): Ästhetische, historische und ideologische Aspekte (1921-1945)

Kaum zehn Jahre nach der Erfindung des Kinematographen der Gebrüder Lumière im Jahre 1895 fangen viele Künstler an, sich für den Film als künstlerisches Ausdrucksmittel zu interessieren. In einer Gesellschaft der Industrialisierung, der Maschinen und der Geschwindigkeit sind Maler, Dichter, Photographen von der Möglichkeit, Bewegung in Bilder einzusetzen, fasziniert. Es entsteht eine komplexe und reiche Film-Ästhetik, die fern von Theater und Narrativität die Filmsprache revolutioniert und deren Einfluss bis heute zu spüren ist.
Das Seminar zeichnet eine historische Laufbahn der ersten kinematographischen Avantgarde der 20er Jahre bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs, und setzt sie in Beziehung mit den damals parallel stattgefundenen künstlerischen Avantgarden wie den Futurismus, Kubismus, Impressionismus, Dada, Konstruktivismus und Surrealismus.
Anhand von zahlreichen Filmen, Texten, Manifesten und andere Materialien werden die wichtigsten ästhetischen, technischen und ideologischen Aspekte verschiedener Filmbewegungen im Seminar untersucht. Neben der Chromatischen Musik der Brüder Corra, die Vorführung von Der Absolute Film 1925 in Berlin mit Filmen von Viking Eggeling, Walter Ruttmann, Fernand Léger , René Clair und Francis Picabia, werden Begriffe wie Synästhesie, Visuelle Musik, Cinéma Pur, Cinéma Intégral, Photogenie, écriture automatique, Dziga Vertovs Kino-Glaz, Abel Gances Polyvision und Einsensteins Montage der Attraktionen im Seminar besprochen. Auch die prägende Ästhetik des ballets mécaniques und der urbanen Symphonien wird in mehreren Filmen analysiert.
Dozent
Maria Morata
Termin
Einführungsveranst. 19.10. 12-16Uhr+4 Blocktermine
Ort
Neues Palais 1.11.2.03
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA-EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Die Teilnehmer müssen sich mit einigen Aspekten des Seminars durch eine Film- oder Textanalyse vermittels eines Referats über ein vorab vereinbartes Thema auseinandersetzen.
Anmeldungsschluss: 30.11.2012
Anwesenheitspflicht.
Sommer 2012
Expanded Media: Bewegte Bilder / Bewegte Leinwände
Das Seminar orientiert sich an künstlerischen Positionen und Tendenzen der Videokunst und des Experimentalfilms der 60er Jahre bis heute, die die Beziehung zwischen bewegten Bildern und Zuschauern anders darstellen und die Grenzen der eigenen Medialität ausloten. Die inhärente Immaterialität (im Sinne von Nicht-Objektualität) der bewegten Bilder führt dazu, dass die in Filmrollen oder Videobänder eingeschriebenen Bilder verborgen bleiben, solange sie nicht in einem Monitor oder mittels einer Lichtprojektion an die Leinwand wieder ins Leben gerufen werden. Das kinematographische Medium ist für eine lange Zeit dem Kinosaalmodell treu geblieben: Der Film verfügt über eine Anfang- und Endpunkt, das Publikum sitzt in mehr oder weniger bequemen Sesseln, entkörpert und unbeweglich, und nur die projizierten Bilder bewegen sich. Das videographische Bild, dank seiner Simultaneität zwischen Bildproduktion und Bildübertragung, hat eine ganz andere Beziehung mit dem Zuschauer geschaffen. Der Monitor wird als quasi skulpturales Objekt (Tony Oursler, Bruce Nauman, Friederike Pezold) oder als live-übertragendes Element bei close-circuit-Installationen wahrgenommen. Bei zahlreichen Videoinstallationen wird das Bild in kinematographische Größe projiziert, oder gar der Rahmen der zweidimensionalen Leinwand gesprengt (Pipilotti Rist). Hier gilt: Die Bilder bewegen sich, die Zuschauer aber auch. Anhand repräsentativer historischer und zeitgenössischer Beispiele möchte das Seminar ein Dialog erstellen zwischen den früheren closed-circuit-Installationen, den Mehrfachprojektionen, Live-Performances und Film-Environments des Expanded Cinemas (Malcolm LeGrice, Carolee Schneemann, Stan Vanderbeek, VALIE EXPORT, Peter Weibel, Anthony McCall) und seiner aktueller Nachfolger (Jürgen Reble/ Thomas Köner, Metamkine, Ken Jacobs), die Zeit der großen Videoinstallationen (Isaac Julien, Douglas Gordon, Tacita Dean, Aernout Mik, Bill Viola) und der Rückkehr der Filminstallationen in Kunsträumen (Simon Starling, Rosa Barba).
Dozent
Maria Morata
Termin
Di 16-20 /14-tägig
Ort
UP 1.09.204
SWS
4
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA EMW, NF MW
Teilnehmerbegrenzung
15
Zusätzliche Informationen
Block 1
Einführung/ Mini Filmprogramm: „Mind the Frame“: Effie Wu “Schau mich an, bitte” 2004,, Georges Barber “Automotive Action Painting”, 2006, Heike Baranowski “Die Schwimmerin”, 2000. Theorie Input: Ein Überblick in der Geschichte der Leinwände. Close Circuit Installationen I: Dan Graham. Present, Continuos Past, 1974, Public Space/ Two Audiences, 1976, Peformer / Audience/mMirror, 1977, Body Press, 1970-72, Cinema, 1981. Lit: Brouwer, Mariane (Hg): Dan Graham Works 1965 – 2000, Ausstellungskatalog Museu de Arte Contemporânea de Serralves, Porto, Düsseldorf, Richter, 2001*. Close Circuit Installationen II: Peter Campus, Ulrike Rosenbach. Ulrike Rosenbach: Glauben Sie nicht, dass ich eine Amazone bin, 1976. Peter Campus: Three Transitions, 1973. Lit: Glüher, Gerhard (Hg): Ulrike Rosenbach: Wege zur Medienkunst 1969 bis 2004, Wienand Köln, 2004*. Herzogenrath, Wulf (Hg): Peter Campus: Video-Installationen, Foto-Installationen, Fotos, Videobänder; Ausstellungskatakog Kölnischer Kunstverein / Neuer Berliner Kunstverein, Köln, 1979*

Block 2
Expanded Cinema. Expanded Cinema I: USA. Stan Vanderbeek „Movie-Drome“, NY, 1965. Carolee Schneemann: Ghost Rev, 1965, Snows 1967, Once Group, Unmarked Interchange, 1965. Expanded Cinema II: England. Anthony McCall: Light describing a Cone, 1973 Film performance. http://www.anthonymccall.com/ Malcolm Legrice: Horror Film I, Film performance, 1971. Guy Sherwin: Man with Mirror, Film performance, 1976. Lis Rhodes: Light Music, Film environement, 1975. Expanded Cinema III: Valie Export, Peter Weibel, Hans Scheugl. Valie Export: Auf+Ab+An+Zu, 1968, Adjungierte Dislokationen, 1973. Peter Weibel: Nivea, 1966/67. Ernst Schmidt jr.: Ja/Nein, 1968 (Film). Hans Scheugl: zzz:hamburg special 1968, Der Voyeur, 1968. Lit: Michalka, Matthias (Hg): X-Screen: Filmische Instalationen und Aktionen der Sechziger- und Siebzigerjahre,, Museum Moderner Kunst Sitftung Ludwig Wien, Austellungskatalog, Walter König, 2004, Köln*. Rees, A.L., White, Duncan, u.a.: Expanded Cinema: Art, Peformance, Film, Tate Publisshing, London, 2011. http://www.rewind.ac.uk/expanded http://artforum.com/video/mode=large&id=23210

Block 3
Videoinstallationen. Videoinstallation I: Pipilotti Rist. Lit: Peggy Phelan (Hg): Pipilotti Rist,London, Phaidon Press, 2001. www.pipilottirist.net. Videoinstallation II: Isaac Julien, Aernout Mik. Isaac Julien: Paradise Omeros 2002, Baltimore 2003 http://www.isaacjulien.com. Aernout MiK: Comunitas, 2010, Middlemen, 2011 (Galerie carlier gebauer, Berlin). Videoinstallation III: David Claerbout, Douglas Gordon. David Clearbout: The Shape of Tine, The Shadow piece, Bordeaux Piece, www.davidclaerbout.com. Douglas Gordon; 24 Hour Psycho, 1993, Between Darkness and Light, 1997, Feature Film, 1999.

Block 4
Videoskulpturen / Film Performances / Film Installationen.
Video Skulpturen I: Tony Oursler, Friederike Pezold. Tony Oursler: Criminal Eye, 1995, We have no free Will, 1995. http://www.tonyoursler.com. Friederike Pezold: The New Embodied Sign Language (Die neue leibhaftige Zeichensprache), 1972. Lit: Herzogenrath, Wulf (Hg): Video-Skulptur : retrospektiv und aktuell, 1963 – 1989, Köln : DuMont, 1989* + Videodokumentation VHS. Janus, Elizabeth (Hg : Tony Oursler, Austellungskatalog, Museo d'Arte Contemporanea Roma.Milano, Electa, 2002*. Video Skulpturen II: Marie Jo Lafontaine, Fabio Plessi. Marie Jo Lafontaine: A las cinco de la tarde, 1984, Les larmes d’acier 1987 http://www.marie-jo-lafontaine.com/
Fabrizio Plessi: http://www.plessi.it/. Film Performances: Jürgen Reble/ Thomas Köner, Metamkine, Ken Jacobs. Jürgen Reble/Thomas Köner: Alchemie, 1997, Quasar 2007, Materia Obscura, 2010. www.filmalchemist.de, www.koener.de. Collective Metamkine, Grenoble www.metamkine.free.fr
Ken Jacobs: The Nervous System Performances
Filmischen Installationen I. Simon Starling, wilhelm noack ohg, 2006 (Galerie Neugerriemschneider, Berlin). Rosa Barba Making Worlds, 2009 http://rosabarba.com (Galerie carlier gebauer, Berlin). Lit: Parisi, Chiara,/Viliani (Hg): Rosa Barba: White is an Image, Hatje Cantz, 2011

Allgemeine Literatur:
Engelbach, Barbara [Hrsg.]: Bilder in Bewegung: Künstler & Video, Film: 1958 – 2010, Ausstellungskatalog, Museum Ludwig Köln , 2010, Köln.*
Diedrichs, Joachim: Documenta 6, Kassel: Fotografie, Film, Video, [24. Juni - 2. Oktober 1977], 1977*
Goetz, Ingvild [Hrsg.): Fast Forward. Media Art Sammlung Goetz, Austellungskatalog Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, Ostfildern, Hatje Cantz, 2006
Iles, Chrissie (Hgrsg): Into the Light. The projected Image in American Art 1964-1977, Whitney Museum of American Art, NY, 2001*
Jäger, Joachim[Hrsg.]: Jenseits des Kinos: die Kunst der Projektion. Filme, Videos und Installationen von 1963 bis 2005, Ostfildern, Hatje Cantz, 2006*
Rebentisch, Juliane: Ästhetik der Installation, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2003*
Schneider, Ira (Hgrs): Video art: an anthology, New York, Harcourt Brace Jovanovich, 1976*
Sperlinger, Mike/White,Ian (Hrgs): Kinomuseum: Toward’s an artist’s cinema, Köln : König, 2008*
Weibel, Peter: Erzähelte Theorie: Multi-screen werke/ strategien in: Frohne, Ursula (Hg): Video cult/ures: multimediale Installationen der 90er Jahre, Ausstellungskatalog ZKM Karlsruhe, Köln: DuMont, 1999*
http://www.peter-weibel.at/index.php?option=com_content&view=article&id=77&Itemid=33
Youngblood, Gene: Expanded cinema, London: Studio Vista, 1970
Winter 2010/2011
Optische Maschinen: Bilderzeugung im Experimentalfilm
Seminarbeginn: 26.10.2010

Der Filmemacher als Erfinder, als Ingenieur, als Handwerker steht im Zentrum des Seminars. Das Erzeugen neuer Bilder mittels Apparaturen und Aktefakten vor dem Computerzeitalter anhand zahlreicher Beispiele erforscht.
Inhaltliche Übersicht: Prä-kinematographische optische Spielzeuge (Thaumatrop/ Phenakistiskope / Zootrope...)/ Filme ohne Kamera von Marcel Duchamp, Len Lye, Stan Brakhage, Cécile Fontaine, Pierre Rovère, Jürgen Reble, Harry Smith, Jose Antonio Sisitiaga/ Norman McLaren: Synthetischer Ton und Synästhesie/ Alexander Alexeïeff und Clara Parker: die Pinboard und die Technik der Totalisation/ Mary Ellen Bute: Der Oscillograph/ James und John Whitney; Motion Graphics/ Flicker Filme von Paul Sharits, Tony Conrad/The Vasulkas: Steina und die „Machine Vision“ / Michael Snow und "La Region Centrale" / William Burroughs und Anthony Balch „The Cut Ups“ und die „Dream Machine“ von Brion Gysin / Carsten Nicolai „Rota“ / Ken Jacobs und „The Nervous Sytem“
Dozent
Maria Morata
Termin
Di. 10-12 Uhr
Ort
1.01.1.07
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Literatur (Auswahl)
- Russet,Robert und Starr, Cecile: Experimental Animation. The Origins of a new Art, Da Capo, NY, 1976
- Machine Media, Woody and Steina Vasulka, Ausstellungskatalog, San Francisco Museum of Modern Art, 1996. Kostenlos download unter: www.vasulka.org/Catalogues/Cat_index.html
Sommer 2010
Zeit und Raum im Film und Video
Zeit und Raum sind traditionell zwei wesentliche Kategorien, die unsere Erfahrung der Welt ermöglichen und mit der nicht nur die Philosophie sich beschäftigt hat. Auch Film und Video haben sich mit beiden Wahrnehmungsparametern auseinandergesetzt, und zwar auf verschiedenen Ebenen: Sie bearbeiten den Spannungsbogen von der räumlichen Zweidimensionalität der Leinwand, die viele Ähnlichkeiten mit der Malerei aufweist, bis zu dem im Werk dargestellten Raum und untersuchen den zeitbasierten Charakter der Medien, der viele Fragen über Präsenz und Darstellung von Zeit aufwirft.

Anhand zahlreicher Beispiele und theoretischer Texte werden die Bezüge zwischen Zeit und Raum in verschiedenen Werken analysiert. Dazu wurde eine Auswahl narrativer Filme, experimenteller Filme und Videokunst zusammengestellt, deren verschiedene Strategien zur Raum- und Zeitkonstruktion einen wichtigen Aspekt des Seminars darstellen
Dozent
Maria Morata
Termin
Freitag 10-12
Ort
Neues Palais 1.19.031
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Optische Maschinen. Bilderzeugung in Experimentalfilm
Der Filmemacher als Erfinder, als Ingenieur, als Handwerker steht im Zentrum des Seminars. Das Erzeugen neuer Bilder mittels Apparaturen und Aktefakten vor dem Computerzeitalter anhand zahlreicher Beispiele erforscht.
Inhaltliche Übersicht: Prä-kinematographische optische Spielzeuge (Thaumatrop/ Phenakistiskope / Zootrope...)/ Filme ohne Kamera von Marcel Duchamp, Len Lye, Stan Brakhage, Cécile Fontaine, Pierre Rovère, Jürgen Reble, Harry Smith, Jose Antonio Sisitiaga/ Norman McLaren: Synthetischer Ton und Synästhesie/ Alexander Alexeïeff und Clara Parker: die Pinboard und die Technik der Totalisation/ Mary Ellen Bute: Der Oscillograph/ James und John Whitney: Motion Graphics/Flicker Filme von Paul Sharits, Tony Conrad/The Vasulkas: Steina und die „Machine Vision“ / Michael Snow und "La Region Centrale" / William Burroughs und Anthony Balch „The Cut Ups“ und die „Dream Machine“ von Brion Gysin / Carsten Nicolai „Rota“ / Ken Jacobs und „The Nervous Sytem“
Dozent
Maria Morata
Termin
29.5./30.5. und 5.6./6.6.
Ort
2.05.1.02 / 2.05.1.08
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
S
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
Bachelor
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Literatur:
- Russet,Robert und Starr, Cecile: Experimental Animation. The Origins of a new Art, Da Capo, NY, 1976
- Machine Media, Woody and Steina Vasulka, Ausstellungskatalog, San Francisco Museum of Modern Art, 1996. Kostenlos download unter:
www.vasulka.org/Catalogues/Cat_index.html
Winter 2009/2010
Audiovisionen in Film und Video
Die Beziehungen zwischen Bild und Ton in audiovisuellen Werken und dem breiten Spektrum von damit verbundenen Möglichkeiten bilden den Schwerpunkt des Seminars. Die Themen erstrecken sich von der Idee der Synästhesie, die auf der Visualisierung von Musik und Klängen und auf hörbaren Bildern basiert, bis zu den narrativen Fähigkeiten von Musik, den
Inhalt der Bilder zu unterstützen oder zu modifizieren und den Arbeiten neue Nuancen hinzufügt (mit Beispielen aus der Filmmusik für Spiel- und Dokumentarfilme, aus künstlerischen Film- und Videowerken und Musikclips). Die Behandlung von Stimme und Klänge als wichtigste Strategie audiovisueller Arbeit bildet ein weiterer Schwerpunkt des Seminars.
Anhand zahlreicher Film- und Videobeispiele, der Lektüre theoretischer Texte und Besuche von Galerien und Museen entsteht ein doppelter Dialog nicht nur zwischen klassischen Werken der Film-Avantgarde und zeitgenössischer Arbeiten, sondern auch zwischen historischen Aspekten zweier unterschiedlicher Medien: der Experimental- und Underground-Filmund der Videokunst, ohne die neuesten audiovisuellen Praxen der Digitalen Ära zu vergessen.

Die Teilnehmer müssen sich mit einigen Aspekten des Seminars durch eine Film- oder Textanalyse vermittels eines Kurzreferats über ein vorab vereinbartes Thema auseinandersetzen.


Zur Vorbereitung:
- Sound & Vision. Musik und Filmkunst, Deutsches Filmmuseum Frankfurt am Main, Katalog der Ausstellung, Frankfurt am Main, 1994.
- Body, Veruschka und Weibel, Peter: Clip, Klapp, Bumm. Von der visuellen Musik zum Musikvideo
Oskar Fischinger, Len Lye
Laurie Anderson, Malaria, Michel Gondry, Chris Cunningham

Musikwelten in Film und Video. Darstellung und Visualisierung
Bady Mink: Schein Sein, 2007
Manon de Boer, Two Times 4'33, 2008
Miranda Pennell, Drum Room, 2007
Ladislav Galeta, Wal(l)zen, 1989

Musik und Städte: Von Avant-Garde bis zum Dokumentarclip
Musik und Bildanalyse in der Filme:
“Life in Loops“, Timo Novotny, 2006, 80’
“Berlin. Die Symphonie der gross Stadt“, Walter Ruttmann, 1927, 65’
Dozent
Maria Morata
Termin
Mi 15:15-16:45
Ort
UP 1.22.039
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 10
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2 oder 6
Zielgruppe
BA EMW, Nebenfach MW
Teilnehmerbegrenzung
25
Zusätzliche Informationen
Lehrauftrag
Sommer 2009
Experimentalfilm im Computer-Zeitalter
Die Präsenz von digitalen Technologien in der Kunstwelt und die Schaffung von Werken, deren Form und Inhalte sich auf die Spezifizität der neuen Medien beziehen, hat zu einem ästhetischen Paradigmenwechsel geführt. Darüber hinaus haben Computer und Internet die Möglichkeiten von Fotografie, Kino und Video vervielfältigt und die dem jeweiligen Medium innewohnenden Charakteristika modifiziert.

Der Ansatz des Medientheoretikers Lev Manovich geht davon aus, dass die Bildsprache der Neuen Medien unter dem Einfluss der visuellen Konventionen des narrativen Kinos steht. Das Seminar erarbeitet die Idee, dass sich hauptsächlich im Bereich des Experimental- und Avantgardefilms Ideen und Konzepte erkennen und wiederfinden lassen, die später in den digitalen Medien eine Weiterentwicklung nehmen konnten.

Das Ziel des Seminars ist es also, anhand eines Parcours durch ausgewählte Momente der Geschichte des Experimentalfilms (prä-kinematographische Etappe, Abstrakter Film, Surrealismus / subjektiver Film und Struktureller Film) einige der Verbindungen und Verknüpfungen zwischen den wesentlichen Charakterzügen der neuen Medien und bestimmten theoretischen wie ästhetischen Fragestellungen des Avantgarde- und Experimentalfilms zu untersuchen.
Das Seminar wird so konzipiert, dass sich ein Teil theoretischen Fragen widmet (mit Einführungen, visuellem Material, Bibliographie etc. von mir und Referaten der Studenten) und ein anderer Teil sich auf das Film- und Videomaterial bezieht, das ich während meiner Recherche gesammelt habe. Im Anschluss an diese Vorführungen sind Diskussionen vorgesehen.

Allgemeine Literatur:
HEIN, Birgit / HERZOGENRATH, Wulf (Hg): Film als Film 1910 bis heute, Hatje, Stuttgart 1978
DIETER, Daniels / RUDOLF, Frieling (Hg): Medien Kunst Netz 1 - Medienkunst im Überblick, Goethe-Institut und ZKM Karlsruhe, Springer Verlag, Wien, 2004__ Medien Kunst Netz 2- Tematische Schwerpunkte, Goethe-Institut und ZKM Karlsruhe, Springer Verlag, Wien, 2005
GIANNETTI, Claudia: Estética Digital. Sintopía del arte, la ciencia y la tecnología, L’Angelot, Barcelona 2002
LEGRICE, Malcolm: Experimental Cinema in the Digital Age, BFI, London, 2001
MANOVICH, Lev: The Language of New Media, MIT Press, Cambridge, Massachussets, 2001
SHAW, Jeffrey/ WEIBEL, Peter (Hg): Future Cinema: The cinematic Imaginary after Film, ZKM_Center for Art and Media Karlsruhe / The MIT Press, Cambridge, Massachussets, 2003.
SITNEY, P. Adams: Visionary Film. The American Avant-garde 1943-2000, Oxford University Press, New York, 2002
Dozent
Maria Morata
Termin
13./14.6. und 20./21.6. 10.30-17.30 Uhr
Ort
UP Golm Haus 14 Raum 502
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA EMW
Teilnehmerbegrenzung
25
Winter 2008/2009
Experimentalfilm im Computer-Zeitalter
Die Präsenz von digitalen Technologien in der Kunstwelt und die Schaffung von Werken, deren Form und Inhalte sich auf die Spezifizität der neuen Medien beziehen, hat zu einem ästhetischen Paradigmenwechsel geführt. Darüber hinaus haben Computer und Internet die Möglichkeiten von Fotografie, Kino und Video vervielfältigt und die dem jeweiligen Medium innewohnenden Charakteristika modifiziert.

Der Ansatz des Medientheoretikers Lev Manovich geht davon aus, dass die Bildsprache der Neuen Medien unter dem Einfluss der visuellen Konventionen des narrativen Kinos steht. Das Seminar erarbeitet die Idee, dass sich hauptsächlich im Bereich des Experimental- und Avantgardefilms Ideen und Konzepte erkennen und wiederfinden lassen, die später in den digitalen Medien eine Weiterentwicklung nehmen konnten.

Das Ziel des Seminars ist es also, anhand eines Parcours durch ausgewählte Momente der Geschichte des Experimentalfilms (prä-kinematographische Etappe, Abstrakter Film, Surrealismus / subjektiver Film und Struktureller Film) einige der Verbindungen und Verknüpfungen zwischen den wesentlichen Charakterzügen der neuen Medien und bestimmten theoretischen wie ästhetischen Fragestellungen des Avantgarde- und Experimentalfilms zu untersuchen.
Das Seminar wird so konzipiert, dass sich ein Teil theoretischen Fragen widmet (mit Einführungen, visuellem Material, Bibliographie etc. von mir und Referaten der Studenten) und ein anderer Teil sich auf das Film- und Videomaterial bezieht, das ich während meiner Recherche gesammelt habe. Im Anschluss an diese Vorführungen sind Diskussionen vorgesehen.

Allgemeine Literatur:
HEIN, Birgit / HERZOGENRATH, Wulf (Hg): Film als Film 1910 bis heute, Hatje, Stuttgart 1978
DIETER, Daniels / RUDOLF, Frieling (Hg): Medien Kunst Netz 1 - Medienkunst im Überblick, Goethe-Institut und ZKM Karlsruhe, Springer Verlag, Wien, 2004__ Medien Kunst Netz 2- Tematische Schwerpunkte, Goethe-Institut und ZKM Karlsruhe, Springer Verlag, Wien, 2005
GIANNETTI, Claudia: Estética Digital. Sintopía del arte, la ciencia y la tecnología, L’Angelot, Barcelona 2002
LEGRICE, Malcolm: Experimental Cinema in the Digital Age, BFI, London, 2001
MANOVICH, Lev: The Language of New Media, MIT Press, Cambridge, Massachussets, 2001
SHAW, Jeffrey/ WEIBEL, Peter (Hg): Future Cinema: The cinematic Imaginary after Film, ZKM_Center for Art and Media Karlsruhe / The MIT Press, Cambridge, Massachussets, 2003.
SITNEY, P. Adams: Visionary Film. The American Avant-garde 1943-2000, Oxford University Press, New York, 2002
Dozent
Maria Morata
Termin
Di 11:15- 12:45
Ort
Raum 1.12.111
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA EMW
Teilnehmerbegrenzung
25