Dr. Sebastian Koehler



Veranstaltungen
Sommer 2009
Das Journalistische Feld zwischen Praxis und Reflexion
Die rasante Verbreitung computergestützten Verkehrens schafft – ungeachtet mancher voreiliger Prognosen – kaum gesellschaftliche Kommunikation ohne professionelle Kommunikatoren. Im Gegenteil: der Einfluss vor allem der organisierten Öffentlichkeitsarbeit scheint zu wachsen. Auf der anderen Seite gerät der Journalismus nicht nur in Richtung netzbasierten, interaktiveren Vermittelns in Bewegung, sondern unter dem Einfluss von Ökonomisierung, Technisierung und Individualisierung auch in Bedrängnis. Welche öffentlichkeitswirksame Relevanz besitzt das (u.a. von Pierre Bourdieu so konzipierte) „journalistische Feld“ heute und künftig? Welche Bedeutung mit Blick auf gelingende gesellschaftliche Kommunikation und Demokratisierung sollte es haben?

Im Ablauf des Kurses soll es daher um einen sowohl praktischen als auch reflexiven Überblick insbesondere über informations- und meinungsbetonte Darstellungsformen im Journalismus gehen.

Zunächst werden Meldungen und Berichte geübt und anhand auch selbst entwickelter Kriterien kritisiert. Grundlegende Aspekte der Bild-Text-Verhältnisse im TV- und Online-Journalismus werden erarbeitet. Den Fragen des Vermittelns von Spannung, des Weckens von Interesse und insgesamt einer professionellen Ansprechhaltung sind Diskussionen und Übungen gewidmet. Im Mittelteil des Kurses soll es um Kommentare und Glossen als meinungsbetonten Darstellungsformen in Theorie und Praxis gehen. Anschließend widmet sich das Seminar Fragen der narrativen (erzählenden) Darstellungsart im Journalismus. Schließlich werden auch Probleme des Berufseinstiegs und der beruflichen Selbstorganisation angesprochen und diskutiert, um sowohl empirisch-theoretisch als auch normativ-praktisch eigene Perspektiven hinsichtlich des journalistischen Feldes entwickeln zu können.
Dozent
Termin
Fr 13:00-17:00 Uhr 14tägig
Ort
1.22.039
SWS
2
Studiengang
BA
Module (BA): 10
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
Seminar
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA EMW/KuWi/Nebenfach
Teilnehmerbegrenzung
keine
Winter 2008/2009
Theorien und Konzepte des Journalismus
Das Seminar soll in wichtige Theorien, Konzepte und praktische Orientierungen des Journalismus einführen. Neben einem Überblick zu Journalismustheorien sollen auch speziellere Themen wie systemtheoretische und konstruktivistische bzw. sozialintegrative und kulturorientierte Aspekte der Journalistik, Wechselwirkungen von Theorie und Empirie sowie Verhältnisse zwischen Journalistik und journalistischer Praxis behandelt werden. In den theoretisch-konzeptionellen Teilen des Kurses geht es auch um themenspezifische Zugänge zur Journalismustheorie, anhand von Problematiken wie Qualität, Ethik oder Netzbasierung. Interrelationen des Journalismus wie dessen Verhältnisse zu Öffentlichkeitsarbeit, Politik, Ökonomie, Publikum oder auch Sport sollen erörtert werden. Verbunden mit den entsprechenden Lektüren, Referaten und Diskussionen möchte der Kurs zugleich Einblicke in journalistisches Handeln geben. Dazu sollen Übungen dienen - wenn möglich, anhand vorbereiteter, aktiv bestrittener und in typischen Darstellungsformen (wie Meldung, Bericht, Interview, Kommentar, Glosse) aufbereiteter Kurz-Exkursionen in den journalistischen Alltag (Redaktionsbesuche mit Fragen und Diskussionen), um nicht zuletzt anhand eigener Erfahrungen und Reflexionen Theorien und Praxen des Journalismus besser begreifen zu können.

Das Seminar findet in der Regel alle 14 Tage statt ab 6.11.2008 bis zum 12.2.2009
Dozent
Termin
Theorien und Konzepte des Journalismus
Ort
3.06.S19 Griebnitzsee
SWS
2
Studiengang
BA, BA (alte Studienord.)
Module (BA): 10; alte Studienordnung: 0
Pflichtveranstaltung
-
Veranstaltungsart
S
Leistungspunkte
2
Zielgruppe
BA EMW / NF
Teilnehmerbegrenzung
20
Zusätzliche Informationen
Entscheidend für die Platzvergabe ist nach Voranmeldung per Mail der erste Präsenztermin am 6.11. ab 10.15 Uhr.

Für einen qualifizierten LNW werden erwartet: regelmäßige Präsenz und Mitarbeit, Referat in Zweiergruppe samt Thesenpapier und Diskussions-Moderation, eine journalistische Kursarbeit zumindest im Ansatz (z.B. Reportage oder Glosse) und eine reflektierende Hausarbeit.