Veranstaltungen 2009

PhantomGesichter. Eine öffentliche Tagung und Ausstellung zu biometrischen Bildern

Seit dem 11. September 2001 haben biometrische Technologien weltweit Hochkonjunktur. Obwohl sie an Grenzen, auf Flughäfen und Bahnhöfen sowie in Reisepässen längst selbstverständlich sind, blieben die besonderen Qualitäten biometrischer Bilder der Öffentlichkeit bisher weitgehend verborgen. Falls Debatten zum Thema überhaupt stattfinden, haben sie sich zwischen Befürwortung und Ablehnung der entsprechenden Überwachungstechnologien radikalisiert, wodurch eine kritische Analyse der biometrischen Bilder, ihrer Pragmatik, Logik, Geschichte und Technizität erschwert wurde.
Das ist bedauerlich, denn die Biometrie hat nicht nur eine bemerkenswerte Vorgeschichte, sie stellt ebenfalls ein bildtheoretisch komplexes Problemfeld dar, dem nur ein interdisziplinärer Dialog gerecht werden kann.

Der Studiengang Europäische Medienwissenschaft veranstaltete vom 12. bis zum 14. März 2009 im Schaufenster der FH Potsdam eine öffentliche Tagung und Ausstellung zum Thema biometrische Bilder, mit Referenten aus den Bereichen: Mathematik, Sozial- und Geisteswissenschaften, Alltag und Kunst.
Ein ausführlicher Tagungsbericht ist unter den nebenstehenden Links abrufbar.

Dr. Uli Richtmeyer zusammen mit Studenten der EMW

Ermöglicht wurde diese Tagung durch die Unterstützung von: Volkswagenstiftung, Fritz Thyssen Stiftung, Pro Geisteswissenschaften, Jahr der Mathematik und Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft