Aktuelles Sommer 2017
Prof. Dr. Jan Slaby (FU Berlin) "Affekt und Politik - Philosophische Sondierungen"

Das jüngste Aufkommen und der Erfolg rechtspopulistischer Bewegungen in Europa und den USA lassen die Frage nach dem Verhältnis von Affekt und Politik dringlich werden. Welche Rolle spielen Affekte und Emotionen im politischen Geschehen? Im Vortrag wird es zunächst um eine kritische Sondierung aktueller Positionen zu diesem Thema gehen, vor allem aber soll eine ontologisch grundlegende Verhältnisbestimmung von Affektivität und Politik unternommen werden.
Das Politische betrifft die kollektive Gestaltung menschlicher Angelegenheiten, sofern diese kontingent und somit veränderbar sind. Die menschliche Affektivität ist ihrerseits nur verstehbar, wenn sie sowohl auf die Kontingenz und Endlichkeit des Lebens bezogen wird als auch in jenem „Bezugsgewebe der menschlichen Angelegenheiten“ (Arendt) situiert wird, das allein die Sinnhaftigkeit und damit Verstehbarkeit menschlicher Lebensvollzüge ermöglicht. Damit ergibt sich die Möglichkeit einer wechselseitigen Bestimmung von Affekt und Politik, und auf dieser Grundlage sowohl eine Politisierung der Affektforschung als auch eine affekttheoretisch fundierte Analyse politischer Vorgänge und deren Voraussetzungen.
Es werden u.a. Arbeiten von Arendt, Butler, Massumi, Mohrmann, Nussbaum und Protevi angesprochen.
Zur Person
Jan Slaby ist Professor für Philosophie des Geistes an der Freien Universität Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Philosophie der Emotionen, im Bereich sozialer Theorien des Geistes, in einer kritischen Philosophie der Humanwissenschaften sowie in der Sozial- und politischen Philosophie. Jan Slaby ist Vorstandsmitglied im Berliner Sonderforschungsbereich Affective Societies. Veröffentlichungen u.a. die Monographie Gefühl und Weltbezug, 2008; der Sammelband Critical Neuroscience: A Handbook of the Social and Cultural Contexts of Neuroscience. 2012 (hg. mit Suparna Choudhury), und zuletzt der Artikel „Mind Invasion: Situated Affectivity and the Corporate Life Hack“, Frontiers in Psychology, 2016.
Der Vortrag findet im Rahmen der Reihe "Feeling Out of Joint? – Das Unbehagen an der Affektpolitik" statt. Konzept und Organisation: Dr. Bernd Bösel (Universität Potsdam) und Prof. Dr. Marie-Luise Angerer (Universität Potsdam)
Zeit:
18:00 - 20:00Uhr
Ort:
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Hermann-Elflein-Straße 18
14467 Potsdam
Das Politische betrifft die kollektive Gestaltung menschlicher Angelegenheiten, sofern diese kontingent und somit veränderbar sind. Die menschliche Affektivität ist ihrerseits nur verstehbar, wenn sie sowohl auf die Kontingenz und Endlichkeit des Lebens bezogen wird als auch in jenem „Bezugsgewebe der menschlichen Angelegenheiten“ (Arendt) situiert wird, das allein die Sinnhaftigkeit und damit Verstehbarkeit menschlicher Lebensvollzüge ermöglicht. Damit ergibt sich die Möglichkeit einer wechselseitigen Bestimmung von Affekt und Politik, und auf dieser Grundlage sowohl eine Politisierung der Affektforschung als auch eine affekttheoretisch fundierte Analyse politischer Vorgänge und deren Voraussetzungen.
Es werden u.a. Arbeiten von Arendt, Butler, Massumi, Mohrmann, Nussbaum und Protevi angesprochen.
Zur Person
Jan Slaby ist Professor für Philosophie des Geistes an der Freien Universität Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Philosophie der Emotionen, im Bereich sozialer Theorien des Geistes, in einer kritischen Philosophie der Humanwissenschaften sowie in der Sozial- und politischen Philosophie. Jan Slaby ist Vorstandsmitglied im Berliner Sonderforschungsbereich Affective Societies. Veröffentlichungen u.a. die Monographie Gefühl und Weltbezug, 2008; der Sammelband Critical Neuroscience: A Handbook of the Social and Cultural Contexts of Neuroscience. 2012 (hg. mit Suparna Choudhury), und zuletzt der Artikel „Mind Invasion: Situated Affectivity and the Corporate Life Hack“, Frontiers in Psychology, 2016.
Der Vortrag findet im Rahmen der Reihe "Feeling Out of Joint? – Das Unbehagen an der Affektpolitik" statt. Konzept und Organisation: Dr. Bernd Bösel (Universität Potsdam) und Prof. Dr. Marie-Luise Angerer (Universität Potsdam)
Zeit:
18:00 - 20:00Uhr
Ort:
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Hermann-Elflein-Straße 18
14467 Potsdam