Aktuelles Winter 2016/2017

Bilder der Welt und Fragen der Kritik. Zu Harun Farocki | Marie-Luise Angerer: „Ernste Spiele“

In der Reihe "Bilder der Welt und Fragen der Kritik. Zu Harun Farocki“, eine Kombination von Vorträgen, Vorführungen und Diskussionen in Kooperation mit dem Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften – ZeM, dem Filmmuseum Potsdam und dem Harun Farocki Institut, stellt Marie-Luise Angerer am 5. Januar 2017 „Ernste Spiele“ vor.

In Fort Lewis in der Nähe von Seattle betreibt die US-amerikanische Armee ein Trainingscenter für Soldaten, die auf ihre Einsätze in Gebieten wie dem Irak oder Afghanistan vorbereitet werden. Dort findet auch eine psychologische Betreuung jener Soldaten statt, die traumatisiert von den Einsätzen zurückkommen. Mit Mitteln, die in Videospielen sonst anderen Zwecken dienen, werden sie mit dem traumatisierenden Erlebnis konfrontiert und sollen lernen, damit zu leben. Harun Farocki hatte 2009 Gelegenheit, in Fort Lewis zu drehen, bei Gesprächen der Psychologen mit Soldaten dabei zu sein und den Ablauf der Behandlung zu beobachten. Daraus entstanden die vier Videoinstallationen „Watson is down", „ Drei Tot", „Immersion" und „Eine Sonne ohne Schatten", die 2011 unter dem Titel „Ernste Spiele" zu einem Film zusammengefasst wurden –

Regie: Harun Farocki, Kamera: Ingo Kratisch, Ton: Matthias Rajmann, Schnitt: Harun Farocki, Drehbuch: Harun Farocki, Matthias Rajmann.

Ort:
FHP, Kiepenheuerallee 5, 14469 Potsdam, Hörsaal D HG 108

Zeit:
Donnerstag, 5. Januar 2017, 18:00 Uhr