Aktuelles Sommer 2012
Gastvortrag Katja Grawinkel: "Postporno, Kunst, Affekt. Über einen queer-politischen Umgang mit Pornografie"
Öffentlicher Vortrag, 31. Mai 2012, 18.00 Uhr
Fachhochschule Potsdam, Friedrich-Ebert-Str. 4, Raum 4070/71 (2.Stock)
Postpornografie begibt sich an den Rand des gesellschaftlich Akzeptierten, wo die Mechanismen der Industrie veränderbar werden und die Kunst noch nicht recht begonnen zu haben scheint. Dort, wo andere Verhältnisse zwischen Produzent_innen und Rezipient_innen, zwischen Sex und Arbeit, Lust und Blick herrschen, ergreift sie begeistert Partei für kompliziertere Strukturen von Sexualität, Begehren und Identität als sie das zweigeschlechtliche, heteronormative Modell vorsieht. Künstlerische Strategien, die sich als postpornografisch bezeichnen, stehen für eine Politik der Wahrnehmung. Im Vordergrund steht ein tiefes, körperliches Empfinden, das eine affektive Offenheit zugänglich macht und starren Positionierungen eine permanente Bewegung entgegenstellt. Es handelt sich um eine queere Politik der Vagheit und des Widerspruchs.
Katja Grawinkel
Studium der Medien- und Kulturwissenschaft (BA) an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Europäischen Medienwissenschaft (MA) an der Universität und Fachhochschule Potsdam. Journalistische Arbeiten für Magazine, Zeitungen, Radio und Internet (u. a. Neue Rhein Zeitung, taz, Theater der Zeit, schönschrift.org). Seit 2008 Zusammenarbeit mit der freien deutsch-schweizerischen Theatergruppe Schauplatz International.
Dieser Vortrag ist Teil des Interflex-Projekts Konstruktiv. Gender, Class, Race & Bodies.
Fachhochschule Potsdam, Friedrich-Ebert-Str. 4, Raum 4070/71 (2.Stock)
Postpornografie begibt sich an den Rand des gesellschaftlich Akzeptierten, wo die Mechanismen der Industrie veränderbar werden und die Kunst noch nicht recht begonnen zu haben scheint. Dort, wo andere Verhältnisse zwischen Produzent_innen und Rezipient_innen, zwischen Sex und Arbeit, Lust und Blick herrschen, ergreift sie begeistert Partei für kompliziertere Strukturen von Sexualität, Begehren und Identität als sie das zweigeschlechtliche, heteronormative Modell vorsieht. Künstlerische Strategien, die sich als postpornografisch bezeichnen, stehen für eine Politik der Wahrnehmung. Im Vordergrund steht ein tiefes, körperliches Empfinden, das eine affektive Offenheit zugänglich macht und starren Positionierungen eine permanente Bewegung entgegenstellt. Es handelt sich um eine queere Politik der Vagheit und des Widerspruchs.
Katja Grawinkel
Studium der Medien- und Kulturwissenschaft (BA) an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Europäischen Medienwissenschaft (MA) an der Universität und Fachhochschule Potsdam. Journalistische Arbeiten für Magazine, Zeitungen, Radio und Internet (u. a. Neue Rhein Zeitung, taz, Theater der Zeit, schönschrift.org). Seit 2008 Zusammenarbeit mit der freien deutsch-schweizerischen Theatergruppe Schauplatz International.
Dieser Vortrag ist Teil des Interflex-Projekts Konstruktiv. Gender, Class, Race & Bodies.