Aktuelles Winter 2011/2012
Vortrag Dr. Hakan Gürses (Wien): "Das doppelte Subjekt des Politischen"

Öffentlicher Vortrag, 9. Februar 2012, 18.00 Uhr
Fachhochschule Potsdam, Pappelallee 8-9, Hauptgebäude, Hörsaal HG 067
Seit Jahrzehnten wird in der politischen Theorie eine Subjekt-Debatte geführt. Die Zuspitzung dieser Debatte, die in den 1960er Jahren im Motto vom "Tod des Subjekts" ihren philosophischen Anfang nahm, finden wir in der handlungstheoretischen These der Queer-Theorie in den 1990ern: Hinter der politischen Tat muss es keine_n Täter_in geben. Ist aber das Subjekt wirklich tot? Wenn ja - warum beschäftigen wir uns denn immer noch so unverdrossen mit ihm?
Dem Genre der Vampir-Filme verdanken wir die Figur des "Untoten": aktiv, also nicht tot, aber auch nicht lebendig. Das Subjekt scheint heute in unseren politischen Theorie-, Handlungs- und Organisationskonzepten eher eine solche untote Existenz zu führen. Sind aber Theorie und Handeln um ein untotes Subjekt des Politischen möglich? Der Vortrag zielt auf einen blinden Fleck der Subjekt-Debatte ab: Wir reden über ein Subjekt, sprechen aber von zwei: vom Subjekt der Repräsentation und dem Subjekt der Handlung. Dieses doppelte Subjekt des Politischen wird im Vortrag - auch Beispielen aus Literatur und Film - diskutiert, um politische Möglichkeiten des Handelns auszuloten.
Hakan Gürses ist wissenschaftlicher Leiter der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung. Von 1997-2011 Lehrbeauftragter (zeitweilig Gastprof.) am Institut für Philosophie sowie am Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien und an der Donau-Uni Krems. 1993-2008 Chefredakteur der Zeitschrift "Stimme von und für Minderheiten".
Dieser Vortrag ist Teil des Interflex-Projekts Konstruktiv. Gender, Class, Race & Bodies.
Fachhochschule Potsdam, Pappelallee 8-9, Hauptgebäude, Hörsaal HG 067
Seit Jahrzehnten wird in der politischen Theorie eine Subjekt-Debatte geführt. Die Zuspitzung dieser Debatte, die in den 1960er Jahren im Motto vom "Tod des Subjekts" ihren philosophischen Anfang nahm, finden wir in der handlungstheoretischen These der Queer-Theorie in den 1990ern: Hinter der politischen Tat muss es keine_n Täter_in geben. Ist aber das Subjekt wirklich tot? Wenn ja - warum beschäftigen wir uns denn immer noch so unverdrossen mit ihm?
Dem Genre der Vampir-Filme verdanken wir die Figur des "Untoten": aktiv, also nicht tot, aber auch nicht lebendig. Das Subjekt scheint heute in unseren politischen Theorie-, Handlungs- und Organisationskonzepten eher eine solche untote Existenz zu führen. Sind aber Theorie und Handeln um ein untotes Subjekt des Politischen möglich? Der Vortrag zielt auf einen blinden Fleck der Subjekt-Debatte ab: Wir reden über ein Subjekt, sprechen aber von zwei: vom Subjekt der Repräsentation und dem Subjekt der Handlung. Dieses doppelte Subjekt des Politischen wird im Vortrag - auch Beispielen aus Literatur und Film - diskutiert, um politische Möglichkeiten des Handelns auszuloten.
Hakan Gürses ist wissenschaftlicher Leiter der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung. Von 1997-2011 Lehrbeauftragter (zeitweilig Gastprof.) am Institut für Philosophie sowie am Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien und an der Donau-Uni Krems. 1993-2008 Chefredakteur der Zeitschrift "Stimme von und für Minderheiten".
Dieser Vortrag ist Teil des Interflex-Projekts Konstruktiv. Gender, Class, Race & Bodies.