Aktuelles Winter 2010/2011

Gastvortrag Dr. Drehli Robnik (Wien): "What shall the history books read?"

Am Donnerstag, 11.11.2010 hält Dr. Drehli Robnik (Wien) einen Gastvortrag bei der EMW zum Thema

“What shall the history books read?”
Zur Affektpolitik und Geschichtsästhetik von Quentin Tarantinos Inglourious Basterds

Ort: Fachhochschule Potsdam, Pappelallee 8-9, Hauptgebäude, Hörsaal HG 067
Uhrzeit: 18:00 Uhr


Ausgehend davon, wie in Inglourious Basterds (2009) ein Wahrnehmen von Geschichte und Filmgeschichte, zumal von geschichtsmächtigem Handeln inszeniert wird, stellt der Vortrag die Frage zur Diskussion, inwiefern Tarantinos Film eine Ästhetik des Voraussetzungsbruchs und der „Nachträglichkeit“ (im Sinn von Laplanche) praktiziert. Was ist deren politisch-dissensuelle Dimension (im Sinn von Rancière)? In welcher Hinsicht kommt dabei ein Moment des Affekts bzw. des Affektbildes (im Sinn von Deleuze) ins Spiel? Und wie verhält sich dies zu medienkulturellen Bildern/Begriffen von NS-Geschichte, wie sie in Deutschland und Österreich vorherrschend sind?

Dr. Drehli Robnik war 2008-2010 Key Researcher des FWF-Projekts „Geschichtlichkeit des Films: Hollywoods (Re-)Visionen des Zweiten Weltkriegs“ am Ludwig Boltzmann- Institut für Geschichte und Gesellschaft in Wien. Regelmäßige Lehrtätigkeit an der Universität Wien, der Masaryk Universität (Brno) und der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Autor von Film ohne Grund. Filmtheorie, Postpolitik und Dissens bei Jacques Rancière (2010) und Geschichtsästhetik und Affektpolitik. Stauffenberg und der 20. Juli im Film 1948-2008 (2009). Herausgeber (mit Thomas Hübel und Siegfried Mattl) von Das Streit-Bild. Film, Geschichte und Politik bei Jacques Rancière (2010).

Eine Kooperationsveranstaltung der EMW und der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) Konrad Wolf