Aktuelles Winter 2010/2011
Beginn der Filmreihe "LEBENSZEICHEN - Das Radio im Film" | Filmmuseum Potsdam

Am Mittwoch, den 24.11. startet unter dem Titel "Lebenszeichen" die inzwischen vierte Filmreihe des Studiengangs Europäische Medienwissenschaft in Kooperation mit dem Filmmuseum Potsdam.
Film und Radio markierten im 20. Jahrhundert den Beginn des Zeitalters der modernen, audiovisuellen Massenmedien. Beide Medien veränderten die (Selbst-)Wahrnehmung der Gesellschaft unumkehrbar. In einem Gang durch die Filmgeschichte werden an sechs Abenden Filme präsentiert, in denen das Radio eine zentrale Rolle spielt, sei es als Technologie oder als soziale Institution. Die Einbeziehung des Radios in den Film offenbart charakteristische Eigenschaften beider Medien und veranschaulicht die ihnen in der jeweiligen Zeit hinterlegten ideologischen Konzepte.
Im Vordergrund des Films WUNSCHKONZERT (R: Eduard von Borsody, D 1940), der die Botschaften der NS-Propaganda in Form zerstreuend-eskapistischer Unterhaltung vermittelt, steht die Liebesgeschichte zwischen der jungen, attraktiven Inge Wagner und dem schneidigen Fliegeroffizier Herbert Koch. Herbert wird in geheimer Mission mit der Legion Condor nach Spanien beordert. Erst nach Ausbruch des Krieges stellt die Radiosendung "Wunschkonzert für
die Wehrmacht" die Verbindung zwischen beiden wieder her. Der "harmlos-volkstümliche" Film enthält in gefälliger Form so ungefähr alles, was dem Regime wert und teuer war, mit Ausnahme des Antisemitismus (Geschichte des Films im Dritten Reich).
Im Kurzfilm DER STÖRENFRIED (R: Carl-Heinz Wolff, D 1938) geht es um durch die Deutsche Reichspost ermittelte Störungen des Radioempfangs, ausgelöst zumeist durch "defekte" elektrische Geräte in Privathaushalten. Der ermittelte Störenfried wird über seine unerfreuliche Tätigkeit aufgeklärt und schließlich zur Abstellung der Störung bekehrt, denn "der Rundfunk gehöre dem Volk, das an unserer großen Zeit teilhaben soll."
WUNSCHKONZERT
R: Eduard von Borsody
D: Ilse Werner, Carl Raddatz, Joachim Brennecke
D 1940, 101 Min.
Vorfilm:
DER STÖRENFRIED
R: Carl-Heinz Wolff
D 1938, Dok., 17 Min.
Einführung: Kai S. Knörr
Eintritt: 3 Euro
Film und Radio markierten im 20. Jahrhundert den Beginn des Zeitalters der modernen, audiovisuellen Massenmedien. Beide Medien veränderten die (Selbst-)Wahrnehmung der Gesellschaft unumkehrbar. In einem Gang durch die Filmgeschichte werden an sechs Abenden Filme präsentiert, in denen das Radio eine zentrale Rolle spielt, sei es als Technologie oder als soziale Institution. Die Einbeziehung des Radios in den Film offenbart charakteristische Eigenschaften beider Medien und veranschaulicht die ihnen in der jeweiligen Zeit hinterlegten ideologischen Konzepte.
Im Vordergrund des Films WUNSCHKONZERT (R: Eduard von Borsody, D 1940), der die Botschaften der NS-Propaganda in Form zerstreuend-eskapistischer Unterhaltung vermittelt, steht die Liebesgeschichte zwischen der jungen, attraktiven Inge Wagner und dem schneidigen Fliegeroffizier Herbert Koch. Herbert wird in geheimer Mission mit der Legion Condor nach Spanien beordert. Erst nach Ausbruch des Krieges stellt die Radiosendung "Wunschkonzert für
die Wehrmacht" die Verbindung zwischen beiden wieder her. Der "harmlos-volkstümliche" Film enthält in gefälliger Form so ungefähr alles, was dem Regime wert und teuer war, mit Ausnahme des Antisemitismus (Geschichte des Films im Dritten Reich).
Im Kurzfilm DER STÖRENFRIED (R: Carl-Heinz Wolff, D 1938) geht es um durch die Deutsche Reichspost ermittelte Störungen des Radioempfangs, ausgelöst zumeist durch "defekte" elektrische Geräte in Privathaushalten. Der ermittelte Störenfried wird über seine unerfreuliche Tätigkeit aufgeklärt und schließlich zur Abstellung der Störung bekehrt, denn "der Rundfunk gehöre dem Volk, das an unserer großen Zeit teilhaben soll."
WUNSCHKONZERT
R: Eduard von Borsody
D: Ilse Werner, Carl Raddatz, Joachim Brennecke
D 1940, 101 Min.
Vorfilm:
DER STÖRENFRIED
R: Carl-Heinz Wolff
D 1938, Dok., 17 Min.
Einführung: Kai S. Knörr
Eintritt: 3 Euro